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Norwegische Aphorismen über Natur, Land und Leute Sind die Wolken Schatten der Engel? („Matinée in der Pfortmühle“)

29. März von 10:15 - 11:30
€12

Über Norwegen – das ‚Land der schmalen Fjorde‘ – sind viele Klischees im Umlauf. Es sei die Heimstatt rechtschaffender, glücklicher Menschen in überwältigender Natur, ein gutfunktionierender Sozialstaat, ökologischer Vorreiter und Ort des Friedensnobelpreises. Da tuckert die Hurtigruten die Westküste hinauf und hinab; Elche bevölkern die weit ausgestreckten Wälder; Fjells, Seen und Schären formen idyllische Urlandschaften; rentierzüchtende Nomaden stimmen unter dem Nordlicht ihren Jojk an, vom Mythos der Wikinger ganz zu schweigen. Im Aphorismus, der wohl eigensinnigsten literarischen Gattung, die in Norwegen eine zwar junge, aber umso produktivere Geschichte hat, stellt sich all das jedoch anders dar. Die hier im Original wie in deutscher Übersetzung präsentierten Autoren, auch Autorinnen haben schon länger ein gebrochenes bis ungnädiges Verhältnis zu ihrem Land und dessen Bewohnern. Allerdings können sie sich der Faszination ihrer Umwelt nicht entziehen …

Die Lesung erfolgt aus: Elisabeth Turvold & Alexander Eilers (Hrsg.): Trollhaufen. Norwegische Aphorismen.Würzburg: Königshausen & Neumann, 2025.388 Seiten

Elisabeth Turvold, geb. 1963 in Sarpsborg/Norwegen, aufgewachsen in Deutschland, studierte Geschichte, Kunstgeschichte und englische Philologie, schreibt selbst Aphorismen und befasst sich künstlerisch mit Zeitungscollagen, lebt und wirkt heute in Grünberg Oberhessen.

Alexander Eilers, geb. 1976 in Fulda, promovierter Literaturwissenschaftler, Übersetzer sowie Herausgeber, arbeitet als Gymnasiallehrer und beschäftigt sich – theoretisch wie praktisch – vor allem mit der Gattung des Aphorismus, lebt mit seiner Frau in HessischOldendorf.

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