Hameln, 26.10.2026: Gemeinsame Information an die Medien von Denkanstoß Hameln e.V. und den Parents for Future Hameln
Für Mittwoch, den 28. Oktober 2026,18:30 Uhr, laden die Parents for Future Hameln und Denkanstoß e.V. zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Räume von radio aktiv, Deisterallee 3 in Hameln ein.
Victoria Gulde von der Amadeu Antonio Stiftung stellt die von ihr verfasste Studie „Lehren aus Europa und den USA: Engagement unter autoritären Bedingungen“ vor. Den anschließenden Frage- und Diskussionsteil
moderiert Paster Christof Vetter von der ev.-luth. Kirchengemeinde Aerzen.
„Die AFD bekämpft wichtige Werte wie Chancengleichheit, Umwelt- und Klimaschutz, ein breites Bildungsangebot sowie die unabhängigen öffentlich-rechtlichen Medien“, kommentiert Holger Becker von den Parents for Future Hameln. „Durch die jüngsten Wahlerfolge werden das Umfeld für ziviles und gemeinnütziges Engagement rauer und der soziale Frieden weiter gefährdet.“
Karsten Holexa vom Verein Denkanstoß ergänzt: „Rechtsextreme an der Macht werden sich auf unser Leben und unsere Arbeit negativ auswirken. Blicke in Länder wie Ungarn, Polen oder die USA zeigen, dass die Gesellschaft einer autoritären Regierung nicht hilflos ausgeliefert ist. Zivilgesellschaftliche Gruppen können durch Vernetzung und gemeinsames Handeln demokratische Grundrechte und sozialen Frieden verteidigen.“
Die Studie „Lehren aus Europa und den USA“ untersucht, wie zivilgesellschaftliche Organisationen unter autoritären Bedingungen handlungsfähig bleiben. Sie basiert auf Interviews aus Ungarn, Polen, Serbien, Italien, Österreich, der Schweiz und den USA.
Die Ergebnisse zeigen Gemeinsamkeiten: Extrem rechte Regierungen bekämpfen die Zivilgesellschaft und gemeinnützige Vereine rhetorisch, juristisch und finanziell. Sie kontrollieren Medien. Der Kulturkampf dient als zentrales Instrument, um Feindbilder zu schaffen und die Gesellschaft zu spalten. Konservative Kräfte entscheiden mit, wie stark sich autoritäre Politik durchsetzt. Zugleich zeigen erfolgreiche Beispiele: Breite Bündnisse, lokale Verankerung, konkrete Alltagsthemen, Humor, ziviler Ungehorsam und gute Vorbereitung stärken die Widerstandskraft gegenüber autoritären Einflüssen.
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