Hameln, 30.04.2026: Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Hameln versandte am 24.04.2026 die nachfolgende Pressemitteilung:
Schulhöfe entsiegeln und nur für Schülerinnen und Schüler freigeben
Die FDP lehnt den Antrag der Mehrheitsgruppe ab, dass alle Sportstätten der Stadt und Schulhöfe ohne Aufsicht an sieben Tagen in der Woche bis 21 Uhr für jeden geöffnet werden sollen.Die FDP fordert zudem ein Programm zur Entsiegelung der Schulhöfe in Hameln.
Zur Begründung der FDP: Entsiegelte Schulhöfe bieten mehr Aufenthaltsqualität. Umso weniger Schulhoffläche mit Asphalt, Kunststoff, Beton und Pflaster versiegelt ist, desto mehr Regenwasser kann versickern oder verdunsten – dies trägt zur Grundwasserbildung bei. Zusätzlich erhitzen sich die versiegelten Flächen im Sommer immens, so dass die Aufenthaltsqualität gemindert ist. Eine Kühlung durch Verdunstung über die Flächen oder über die Bepflanzung besteht gar nicht oder nur eingeschränkt. Aufenthalt, Spiel und Bewegung im Freien im Sommer bei hohen Temperaturen ist für die Kinder auf versiegelten Flächen kaum möglich. Der überwiegende Teil befahr- und begehbarer Flächen eines Schulhofes kann gut mit wasserdurchlässigen Belägen befestigt werden.
Die FDP fordert daher eine Übersicht der noch versiegelten Schulhofflächen und einen danach aufzustellenden Plan zur Entsiegelung und Neugestaltung der Schulhofflächen.
Zudem sollen Schulhöfe außerhalb der Schulzeiten weiterhin nur für Schülerinnen und Schüler als Spielflächen genutzt werden dürfen, nicht von Jedermann. „Der Schutzraum Schule mit der vertrauten Umgebung könnte zum Missbrauch führen, wenn dieser vertrauensgebende Bereich z.B. auch für mögliche Kinderschänder geöffnet würde.“ So der schulpolitische Sprecher der Hamelner FDP, Ratsmitglied Herbert Habenicht. „Die Missbrauchsfälle von Lügde sollten uns eine Lehre sein“ ergänzt der Fraktionsvorsitzende der FDP Rüdiger Zemlin. Deshalb will die FDP zum Schutz von Kindern verbindlich geregelt haben, dass nur Aufsichtspersonen neben Schülerinnen und Schülern berechtigt sind, Schulhöfe außerhalb der Schulzeiten zu nutzen. „Schülerinnen und Schüler sollen sich auf dem Schulhof sicher und ungestört fühlen; eine Öffnung kann dieses Gefühl beeinträchtigen“ erklärt hierzu Herbert Habenicht.
Zudem besteht die Gefahr von Vandalismus, Sachbeschädigungen und zusätzlicher Vermüllung, mit zusätzlichen unkalkulierbaren Kosten für Reparaturen und Reinigung, Bei einer Öffnung besteht die Gefahr, dass Außenstehende den Schulhof beschädigen oder Verschmutzungen hinterlassen zum Schulbeginn Lehrerinnen, Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler dies so vorfinden. „Wer führt dann die zusätzliche Reinigung vor Schulbeginn durch und wer trägt dafür die Kosten?“ fragt Herbert Habenicht. „Was ist mit Nachbarn, die am Wochenende Ihre Ruhe haben wollen und nicht durch den Spiellärm außerhalb der Schulzeiten belästigt werden wollen? Wird auf die keine Rücksicht genommen?“ fragt Herbert Habenicht.
Mit freundlichen Grüßen
Rüdiger Zemlin
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Hameln
unverändert veröffentlicht. 30.04.2026
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