Hameln, 11.08.2026: Heute versandte der Ortsverbandes BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Hameln die nachfolgende unverändert wiedergegebene Pressemitteilung:
Gefährliche Situation an der Schillerstraße: Radvorzugsroute darf kein
Hindernisparcours sein
Der Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Hameln zeigt sich besorgt über die aktuelle Gestaltung der Querung an der Schillerstraße im Bereich des Bahnübergangs.
Hinweise aus der Bürgerschaft sowie eine Vor-Ort-Besichtigung machen deutlich, dass die Situation insbesondere für Radfahrende, Menschen mit Rollatoren, Rollstuhlfahrende und Familien mit Kinderwagen erhebliche Probleme mit sich bringt.
Auf der Radvorzugsroute Nord befindet sich auf einer Straßenseite ein breiter
abgesenkter Bordstein. Direkt gegenüber fehlt jedoch eine entsprechende
Absenkung. Statt einer direkten Querung sind Verkehrsteilnehmende gezwungen, die Straße auf einem verlängerten, diagonalen Weg zu überqueren, um die nächste Bordsteinabsenkung zu erreichen. In der Praxis führt dies bereits heute dazu, dass viele Radfahrende unter dem Schrankenbaum hindurchfahren oder die Fahrbahn an ungeeigneten Stellen queren.
„Eine Radvorzugsroute muss sicher, direkt und barrierefrei nutzbar sein. Die jetzige Ausführung erreicht genau das Gegenteil.“, erklären Petra Scheller und Samuel Everding, Sprecherinnen des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen Hameln.
Die Schillerstraße ist eine der wichtigsten Querungsstellen der Radvorzugsroute Nord zwischen Fischbeck, Hohem Feld, der Nordstadt, dem Schulzentrum und dem Bahnhof. Gleichzeitig handelt es sich um die am stärksten frequentierte und aufgrund der Kurvenführung im Bereich der Wilhelm-Busch-Straße auch um eine der gefährlichsten Querungsstellen entlang der gesamten Strecke. Durch den Umbau sollte die Querung eigentlich erleichtert werden. Stattdessen ist sie komplizierter und für viele Nutzergruppen unsicherer geworden.
„Wer von einer Radvorzugsroute spricht, muss sie auch so gestalten. Sicherheit und Barrierefreiheit dürfen nicht an einem fehlenden Bordstein scheitern. Wir müssen eine Lösung für alle schaffen.“, sagen Anett Dreisvogt und Hagen Langosch, Spitzenduo der Grünen Hameln.
Sie sehen dringenden Handlungsbedarf: „Wer den Radverkehr stärken will, muss die Planungen der Infrastruktur konsequent aus Sicht der Nutzerinnen und Nutzer vornehmen. Eine geplante Radvorzugsroute muss auch an Querungsstellen intuitiv, sicher und ohne unnötige Umwege nutzbar sein.“
Petra Scheller und Samuel Everding, Sprecherinnen des Ortsverbandes Bündnis 90/Die Grünen Hameln, fordern die Stadt daher auf, die Planung kurzfristig zu überprüfen und nachzubessern. Bereits eine durchgehende Bordsteinabsenkung auf einer Straßenseite würde eine sichere und direkte Querung ermöglichen und die Barrierefreiheit deutlich verbessern.
Darüber hinaus regen die GRÜNEN einen gemeinsamen Ortstermin mit der
Stadtverwaltung, dem Fahrradbeirat sowie Vertreterinnen und Vertretern der Politik an, um die Situation gemeinsam zu bewerten und zügig eine praktikable Lösung zu erarbeiten.
„Wir sind überzeugt, dass sich diese Stelle mit überschaubarem Aufwand deutlich verbessern lässt“, so Petra Scheller und Samuel Everding abschließend.
Eine moderne Verkehrspolitik muss die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmenden berücksichtigen. Gerade auf einer ausgewiesenen Radvorzugsroute sollten Sicherheit, Barrierefreiheit und eine intuitive Wegeführung selbstverständlich sein.
herral, 11.08.2026