Hameln, 24.09.2026: Presssemitteilung der Mehrheitsgruppe.
Neue Förderchancen könnten kommunalen Eigenanteil auf null reduzieren
Die Planungen für die neue Fuß- und Radverkehrsbrücke im Norden Hamelns nehmen konkrete Gestalt an. Die rot-grüne Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt Hameln begrüßt den vorliegenden Entwurf und dankt Stadtbaurat Markus Pfeiffer sowie den beteiligten Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung für die zügige Umsetzung der politischen Beschlüsse.
Die Nordbrücke geht auf einen gemeinsamen Antrag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen zurück. Darin wurde nicht nur die Planung und der Bau der Brücke auf den Weg gebracht. Die Verwaltung wurde zugleich beauftragt, weitere Fördermöglichkeiten für das Projekt zu prüfen und zu erschließen. Dieser Auftrag zeigt nun Wirkung: Hameln wurde als eine von bundesweit 30 Kommunen im Bundesförderwettbewerb „Zukunft fährt Fahrrad“ ausgewählt. Sollte die beantragte Förderung von ca. acht Millionen Euro bewilligt werden, könnte der verbleibende Finanzierungsbedarf bei derzeit geschätzten Gesamtkosten von rund 8,9 Millionen Euro auf etwa 900.000 Euro sinken. Für diesen verbleibenden Betrag ist eine Finanzierung aus dem entsprechenden Förderrahmen des Landes Niedersachsen vorgesehen. Damit könnte die Stadt Hameln die Nordbrücke bei vollständiger Bewilligung der Fördermittel ohne eigenen finanziellen Eigenanteil realisieren.
„Unser Ziel war von Anfang an, die Nordbrücke planerisch voranzubringen und gleichzeitig alle verfügbaren Fördermöglichkeiten zu nutzen. Dass die Verwaltung diesen Auftrag so schnell aufgegriffen hat, freut uns sehr“, sagt Gruppensprecher Wilfried Binder. „Gerade bei angespannten kommunalen Haushalten ist es wichtig, Investitionen mit einer konsequenten Fördermittelstrategie zu verbinden und damit umzusetzen.“
Auch der Entwurf selbst überzeugt die Mehrheitsgruppe. Das Kopenhagener Büro Dissing+Weitling hat gemeinsam mit dem Tragwerksplanungsbüro knippershelbig aus Stuttgart eine geschwungene Brückenkonstruktion entwickelt. Sie soll eine direkte Verbindung für Fußgänger*innen und Radfahrende schaffen und zugleich einen architektonischen Akzent im Norden Hamelns setzen.
„Die Nordbrücke verbindet nicht nur zwei Seiten der Weser, sondern schafft neue Möglichkeiten für Alltags-, Schul- und Freizeitwege“, erklärt die stellvertretende Gruppensprecherin Anett Dreisvogt. „Dass dabei gute Infrastruktur und ansprechende Gestaltung zusammenkommen, ist für Hameln ein echter Gewinn.“
Die rot-grüne Mehrheitsgruppe sieht in der Nordbrücke einen wichtigen Baustein für eine moderne Fuß- und Radverkehrsinfrastruktur. Mit den nun vorliegenden Planungen und den zusätzlichen Förderchancen ist das Projekt einen entscheidenden Schritt vorangekommen.
Die weiteren Planungsschritte will die Mehrheitsgruppe konstruktiv begleiten. Ziel bleibt, die neue Verbindung über die Weser in den kommenden Jahren zu realisieren.