Hameln, 08.09.2026: Fakten oder Fakenews? Wie ist das mit der Migration in Deutschland? Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont hatte zu Information und Austausch eingeladen. Wie es gelaufen ist, erfahren Sie hier:
Im Rahmen der „Woche der Begegnung“ hatte die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden am Montag, dem 07.09.2026 zu einem „Lagebild Migration“ eingeladen:
Es ging um die
- Situation am Arbeitsmarkt am Beispiel der Integration Geflüchteter
- Situation in Gesundheitseinrichtungen am Beispiel des Sana Klinikums
- Situation in der öffentlichen Verwaltung am Beispiel der Polizei
Zunächst ein Bilderfilm mit Impressionen von der Veranstaltung:
Die rund 25 interessierten Teilnehmenden, darunter die CDU Landratskandidatin Elisabeth Meyer und Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung und des Landkreises, wurden vom Inspektionsleiter Matthias Kinzel mit einer persönlichen Einführung zur Rolle der Polizei in einer demokratischen Gesellschaft begrüßt. Er positionierte sich sehr deutlich zur Verantwortung des Einzelnen und die Bindung der Beamten durch ihren Diensteid an die Freiheitlich Demokratische Grundordnung sowie Recht und Gesetz.
Die Veranstaltung bestand dann aus drei Beiträgen:

1. Der Geschäftsführer des Jobcenter Hameln-Pyrmont, Thomas Wiese, gab Einblicke in die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt sowie die Unterstützung durch Leistungsbezug und Vermittlung. Verdeutlicht wurde sehr anschaulich die Bedeutung von Sprache und die Herausforderungen, diese den Menschen zu vermitteln. Auch kritische Anmerkungen zur Struktur und den Verwaltungsherausforderungen verdeutlichen die Arbeitssituation des Centers. Deutlich wurde aber auch, warum Deutschland Migration braucht und wie die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist. Sowohl im Bereich der Hilfsarbeiten, mehr aber noch im Bereich der Facharbeit und der Spezialisten spielen die Migranten eine bedeutende Rolle.
Interessant und anschaulich wurde verdeutlicht, welche Unterschiede es bei der Integration von ukrainischen Flüchtlingen, den Flüchtlingen aus dem Irak, Afghanistan oder Syrien, die Integration von Frauen im Vergleich zu Männern und die Probleme bei der Vermittlung deutscher Leistungsempfänger gibt.

2. Matthias Dürkop, Geschäftsführer des Sana Klinikum veranschaulichte dann die Situation im Krankenhaus Hameln und was passieren würde, müsste das Team ohne Migranten auskommen. 18 % der Mitarbeitenden haben eine ausländische Staatsangehörigkeit. Darunter 63 internationale Fachkräfte, die in den vergangenen drei Jahren gezielt gewonnen und beim Ankommen begleitet wurden. Seit 2022 wird das Beschäftigungswachstum in der Pflege in Deutschland ausschließlich durch ausländische Beschäftigte getragen.
Müsste man auf die 18 % der Menschen mit Migrationshintergrund verzichten, wären die Folgen für die Menschen in unserem Landkreis gravierend. Dazu wurden konkrete Zahlen genannt.
Sein Fazit: „Für uns ist Migration keine abstrakte Debatte. Sie steht jeden Morgen im Dienstplan!“
Auch Probleme wurden genannt. Die Sprache lernen sei eine wichtige Grundlage. Die Qualifikation der Bewerber würde eingehend geprüft und bisher habe man ausschließlich positive Erfahrungen mit den neuen Mitarbeitenden gesammelt. Die Klinik würde aber auch mit einem gesonderten Programm und deutlichem Engagement aller Handelnden auf die besonderen Herausforderungen der Integration reagieren.

3. Matthias Kinzel gab als Inspektionsleiter der Polizei Einblicke in die besonderen Verhältnisse der Polizeiorganisation und dass auch hier mittlerweile eine ganze Reihe von Polizeibeamtinnen und -beamten mit Migrationshintergrund beschäftigt sind.
Nach jedem Infoblock und auch zwischendurch bestand die Möglichkeit der Nachfrage aus dem Publikum. Davon wurde rege Gebrauch gemacht.
Fazit: Gerade das Zusammenspiel der drei Akteure machte die Veranstaltung ausgesprochen informativ. Die Reaktionen der Besuchenden waren ausgesprochen positiv.
DEWEZET und radio aktiv waren nicht zugegen.
Was meinen Sie? Schreiben Sie Ihre Rückmeldung gerne hier als Kommentar. Herral, 08.09.2026
Guten Tag – Meine Suche : „Museum Kinder Paradies“ – Neue Torstrasse 2, Hameln . Beitrag 2020 – Wie kann ich dies wiederfinden?
Es war damals mein kleines Museum….
Herzlichen Gruß. Adelheid Fischer
Hallo. Ich habs über den Suchbegriff „torstraße“ gefunden:
https://hamelnerbote.de/archive/10116
Freundliche Grüße
Ralf Hermes