Update zur Fahrradstraße Hastenbeck. Eine gute Nachricht zum neuen Jahr!

Hameln, 04.01.2025: Am 02.01.2025 bin ich mit dem Auto insgesamt vier mal die Fahrradstraße zwischen Hastenbeck und Afferde gefahren und habe die Zeit gestoppt bzw. Videoaufnahmen gemacht. Ich wollte wissen, wie schnell man jetzt ohne die „Berliner Kissen“ ist und wie es sich fährt, mit den Fahrbahneinengungen mittels Leitpfosten.

Ein Ergebnis vorweg: Meine Kritik am Kompromiss von Hamelns Oberbürgermeister Claudio Gries möchte ich in einem Punkt einschränken/korrigieren.

Die Erkenntnisse dieses „Fahrtestes“ hier:


Die geänderten Rahmenbedingungen sind: Zwei Berliner Kissen sind fort. An ihrer Stelle sind mittels Leitpfosten und Fahrbahnmarkierungen insgesamt fünf „Engstellen“, zusätzlich zu den mit Bordsteinen und Verkehrsinseln geschaffenen Einengungen an den jeweiligen Ortseingängen erstellt worden.

Einmal bin ich die Strecke mit dem Versuch gefahren, die zulässige Geschwindigkeit von 30 km/h einzuhalten.

Tatsächlich lag die Geschwindigkeit zwischen 30 und 40 km/h.

Gebraucht habe ich 2:20 bzw. 2:25 Minuten.

Dann bin ich nach „Gefühl“ gefahren. Also so schnell wie ich mich traute. Das war zwischen 50 und 60 km/h

Auf der Strecke befand sich ein Fußgänger mit Hund. Es regnete leicht. Teilweise kamen mir Autos bzw. ein Bus entgegen. Radfahrende waren nicht auf der Strecke. Die angebrachte Geschwindigkeitsanzeige am Straßenrand, Ortseingang Hastenbeck war nicht in Funktion. Bei einer der Fahrten fuhr hinter mir ein anderes Fahrzeug ziemlich dicht auf. Es kam aber zu keinem Überholversuch.

Gebraucht habe ich 1:51 bzw. 1:45 Minuten.


  1. Ohne die Kissen fährt es sich erheblich ruckelfreier und leichter.
  2. Der Geschwindigkeitsvorteil für Autofahrende auf den 1.200 Metern beläuft sich bei Einhaltung der 30 km/h auf 0 Sekunden. (Beim Fahrtest mit Berliner Kissen am 31.10.2025 benötigte ich beim Einhalten der Geschwindigkeitsregel von 30km/h die gleiche Zeit wie am 02.01.2026.
  3. Mit dem Rad benötige ich für die Strecke 4:15 Minuten. Also etwa 2 Minuten mehr als mit dem Auto bei „normaler“ Fahrweise.
  4. Ein „Geschwindigkeitsvorteil“ von 20-30 Sekunden kann herausgefahren werden, wenn man sich nicht an die Regeln hält. Das könnte aber auch sehr viel Geld kosten, wenn man erwischt wird.
  5. Ganz so sinnlos wie anfangs von mir eingeschätzt sind die Fahrbahneinengungen mittels Leitpfosten nicht. Insbesondere, weil sie an fünf Stellen (statt vorher nur zwei „Kissen“) angebracht sind. Da an diesen künstlichen Engstellen ein Passieren der Straße bei Gegenverkehr nicht möglich ist, nehmen die Leitpfosten faktisch doch die Geschwindigkeit runter. Zumindest bei einigermaßen verantwortungsbewusster Fahrweise.
  6. Weiterhin fährt stehts die Sorge mit, was passiert, sollte tatsächlich geblitzt werden. Mit 60 ist man schon 30 km/h über der zulässigen Beschränkung. Das kostet dann außerorts 178,50 Euro Bußgeld, gibt einen Strafpunkt und im Wiederholungsfall droht 1 Monat Fahrverbot.
  7. Erwähnen muss man auch noch: Auf der Straße gehen Fußgänger! Es gibt keinen Gehweg.

Korrektur: Meine Kritik an dem „Kompromiss“ des Oberbürgermeisters im Kommentar vom 18.12.2025 bezüglich der wegfallenden baulichen „Geschwindigkeitsdämpfung“ möchte ich also einschränken.

herral, 04.01.2026

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