Hameln, 08.02.2026: Sorry, das muss jetzt sein – ein Kommentar mit leicht ironisch-sarkastischen Einfärbungen. Die Meldung von der Umbenennung der Zeitung wäre was für den 1. April, aber der ist noch weit hin. Auto-Aktivsten-Zeitung wäre eine Interpretation oder auch nur kurz „Aua“ im Sinne „das tat jetzt weh“.
„Flute die Zeitung mit Gartenstraße?“
Einschätzungen zur Berichterstattung Gartenstraße des DEWEZET-Chefredakteurs als Botenkommentar:
Meine Kritikpunkte:
- Wieder geht es um „Nachteile“ für Autofahrende, wieder tituliert als Anwohnerprotest, wobei Anwohner und Anlieger hier in der Berichterstattung der DEWEZT in einen Topf geworfen werden,
- wieder gibt es eine maximal große Aufmachung des Themas auf Titelseite und Seite 1 im Hameln-Teil,
- wieder wird (zumindest am Anfang) nur eine Sichtweise dargestellt,
- beständig werden dabei Vorwürfe gegen die Radverkehrsinitiative Hameln, die der Verfasser in eigenen Kommentaren schon vorgebracht hatte, jetzt in Zitaten der Beschwerdeführerin mehrfach gedruckt.
- Neu ist, dass die Zeitung so eindeutig Partei ergreift, dass sie einen QR Code zur Online-Petition abdruckt und auf der Homepage die Aktualisierung der Unterschriftenzahlen vornimmt.
- Neu ist, dass die Zeitung sofort nach Erscheinen des Artikels ein Gesprächsangebot von einem direkten Anwohner der Gartenstraße bekam und dieses ignorierte bzw. seinen Leserbeitrag schlicht unterschlug.
- Mag mal jemand ausrechnen um viel viele Sekunden Lebenszeit es bei den „Umwegen“ durch die veränderte Einbahnstraßenregelung eigentlich geht? In Hastenbeck waren es 20-30 Sekunden, die die Autos jetzt wieder weniger Zeit brauchen.
Nach dem „Teilerfolg“ beim Radweg Hastenbeck dreht Hamelns Chefredakteur neu auf. Aua, das tut weh, weil es so offensichtlich eine Kampagne ist, so durchschaubar. Aua.
„Flute die Zeitung mit Gartenstraße?“
Mittlerweile ist die Zeitung regelrecht überfüttert mit verschiedenen groß aufgemachten „Gartenstraßenmeldungen“. Selbst bei Interesse fällt es schwer noch den Überblick zu bewahren. So füllt man simpel Zeitungsseiten, zersetzt subversiv Lokalpolitik und befeuert alle, die sich von den „Systemparteien“, die sich scheinbar nur streiten, abwenden. Dabei war ursprünglich das Votum für den Verkehrsversuch parteiübergreifend eindeutig. Der Konfliktjournalismus des Chefredakteurs treibt die politischen Parteien vor sich her. Es wird Zeit, das zu durchschauen und nicht mehr mitzumachen.
Dass die Zeitung auch ganz anders kann, zeigen die Beiträge anderer Redaktionskollegen. Kurz vor dem Jahreswechsel zum Beispiel, als eine Redakteurin und ein Redakteur ihre Positionen zum Böllerverbot gegenüberstellten. Zwei Meinungen – sachlich gegeneinander zum abwägen und eine eigene Meinung bilden. Guter, streitbarer, aber ausgewogener Kommentarjournalismus.
Ja, es gab gerade in letzter Zeit eine Reihe guter journalistischer Beiträge in der DEWEZET.
Wenn aber der Chef die Spezialisten in den Keller zum Zeitungen falten schickt und selber Spezialist sein will, dann… AuA = Auto-Aktionismus.
Ralf Hermes, 08.02.2026
Richtig so Herr Hermes,
da hat die Dewezet mal wieder ein Langzeitthema mit dem sie sich an die Autofahrer ranschmust. Sollten sie sich doch mal mit einem Lärmmessgerät und einem Radar an Wall, Deisterstraße , Basbergstraße, Pyrmonter Straße u.a setzen und dann die Anwohnerleiden im Stadtgebiet beschreiben. Staus, Lärm, Abgase, Feinstaub werden durch Autofahrer gemacht, nicht durch Anwohner, Fußgänger und Fahrradfahrer.
Uwe Gröhlich