Hameln, 29.01.2026: Am 28.01.2026, 21.41 Uhr versandte der der SPD-Ortsverein Hameln die nachfolgend im Original, ungekürzt und unbearbeitet veröffentlichte Pressemitteilung:
Pressemitteilung
SPD-Ortsverein Hameln 28.01.2026
Feldversuch Gartenstraße auf dem Prüfstand:
Interessen der Anwohner ernst nehmen und zeitnahe Beendigung prüfen
Die aktuell große Unzufriedenheit der Anwohnerinnen und Anwohner rund um die Gartenstraße zeigt deutlich, dass der dort laufende Verkehrs-Feldversuch in seiner jetzigen Form an der Lebenswirklichkeit der Betroffenen vorbeigeht. Die zahlreichen Rückmeldungen sowie die gestartete Petition machen unmissverständlich klar: Viele Menschen fühlen sich nicht mitgenommen und erleben spürbare Nachteile im Alltag.
„Wenn Anwohnerinnen und Anwohner massiv betroffen sind, Umwege in Kauf nehmen müssen und sich ihre Wohnsituation deutlich verschlechtert, dann darf das nicht ignoriert werden“, erklärt Alexander Werner, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hameln. „Solche Eingriffe in den Alltag der Menschen müssen transparent erfolgen und politisch begleitet werden.“
Dabei ist ausdrücklich festzuhalten: Die Politik war an dieser Entscheidung der Umdrehung der Einbahnregelung der Gartenstraße nicht beteiligt. Der sogenannte Verkehrs-Feldversuch wurde ohne vorherige Beratung oder Beschlussfassung im Rat der Stadt Hameln allein durch den Oberbürgermeister und die Verwaltung veranlasst. Eine Abwägung möglicher Folgen für die Anwohnerschaft hat mit der für die Stadt verantwortliche Politik somit nicht stattgefunden.
Der SPD-Ortsverein Hameln fordert die SPD-Ratsfraktion im Rat der Stadt Hameln ausdrücklich auf, sich der Thematik anzunehmen, den Feldversuch kritisch zu bewerten und gegenüber dem Oberbürgermeister klar auf eine zeitnahe Beendigung oder grundlegende Veränderung hinzuwirken. Ziel muss eine Lösung sein, die verkehrliche Zielsetzungen und die berechtigten Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner gleichermaßen berücksichtigt.
„Bürgerbeteiligung darf kein nachträgliches Feigenblatt sein“, so Alexander Werner weiter. „Gerade bei verkehrlichen Maßnahmen im unmittelbaren Wohnumfeld müssen Politik und Verwaltung gemeinsam Verantwortung übernehmen und die Betroffenen frühzeitig einbinden.“
Der SPD-Ortsverein Hameln steht an der Seite der Anwohnerinnen und Anwohner und spricht sich klar dafür aus, den Feldversuch in seiner jetzigen Form nicht fortzuführen, sofern die in der Öffentlichkeit kommunizierten deutlichen Belastungen für die Anwohner nicht entsprechend entkräftet werden können.
herral, 29.01.2026