Botenkommentar: #deweztkorrektiv zu „GANZ SCHLIMM!“

Hameln, 07.04.2026: Kommentar: Heute kam der Bericht, auf den ich seit dem 5.3.2026 „sehnsüchtig“ gewartet habe. Da hatte der DEWEZT-Chefredakteur nämlich einen Hilferuf veröffentlicht: „Helfen Sei uns! Wir suchen…“ so der verzweifelte Ausruf. Heute steht die Antwort auf der Titelseite und fast ganzseitig auf der Hauptseite des Hameln-Teils.

GANZ SCHLIMM

In Großbuchstaben geschrieben, wie bei Facebook, wenn etwas wirklich schlimm ist!

Und gefährlich! „Gefährliche Löcher in der Straßen“ lautet die Schlagzeile im Hameln-Teil, verbunden mit der dringlichen Botschaft „Diese Schlaglöcher müssen schnell beseitigt werden


Warum der Autor für diese Berichterstattung keinen Journalismus-Preis verdient:

a) Es ist aufgewärmter Kaffee: Am 5.5.2024 hat die Zeitung einen fast gleichlautenden Aufruf gestartet: „Wir suchen das schlimmste Schlagloch im Weserbergland“ schrieb damals Nicole Trodler. Es ist also eine „Copy and Paste“ Idee.

b) Vom Aufruf bis zur Veröffentlichung des Berichtes verging ein Monat. Das spricht dafür, dass die Dringlichkeit der Gefahr wohl doch nicht so hoch gesehen wird.

c) Hier wurde ein Thema ohne Dringlichkeit auf Halde gelegt. Zur Veröffentlichung, wenn nach einer Reihe von arbeitsfreien Feiertagen, beispielsweise nach Ostern.

d) Es ist aufwandsarm einen Aufruf zu schreiben, die Leser für sich arbeiten zu lassen, die Ergebnisse zusammenzufassen und ggf. noch mal eine Fotografin loszuschicken. Ich buche das unter #billigjournalismus. Eine eigenständige Rechercheleistung des Autors ist nicht erkennbar.

e) #Empörungsjournalismus ist für mich dann gegeben, wenn einfache Vorgänge ohne wirkliches Verschulden oder Versäumnis skandalisiert werden.

Zum Beitrag:

https://www.dewezet.de/lokales/hameln-pyrmont/dewezet-leser-melden-diese-schlagloecher-muessen-schnell-beseitigt-werden-AK7NNFIB6FFKZL7GL2Z5TTLV7Q.html


Sehr passend finde ich einen Leserbrief zur Schlaglochaktion 2024:

Zitat: „Möglicherweise liegt es aber auch nur am Zeitgeist, in dem Schlechtmachen, Missstände, Ängste und Verfehlungen zum Teil überzogen aufgezeigt werden. Warum rufen Sie nicht dazu auf, den schönsten Platz, die erholsamste Bank oder die höflichsten Jugendlichen zu finden?

Siehe: https://www.dewezet.de/leserbriefe/zum-artikel-wo-ist-das-schlimmste-schlagloch-im-weserbergland-warum-nicht-das-positive-suchen-4KQV4PVXTFF73LMF7775UB5IFI.html

Danke an Kurt Hornig aus Bad Pyrmont für diesen Beitrag.


Ralf Hermes, Hameln, 07.04.2026


Siehe auch:

und einen sehr guten Kommentar unter dem Beitrag!

Ein Gedanke zu „Botenkommentar: #deweztkorrektiv zu „GANZ SCHLIMM!““

  1. Was soll das hier????
    Das ist MEHR ALS SCHLIMM, wenn unsere Straßen nicht glatt sind. Da kann man ja beim Fahren nich´
    mehr richtig auf das Handy schauen und braucht letzlich einen Helm, wie die BLÖDEN RadfahrerINNEN.
    Irgendwann sieht es bei uns aus wie in GAZA – das kann nicht so weiter gehen. Danke, dass es unsere Zeitung mit diesen wichtigen Themen gibt.

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