Täterfestnahme im Jahr 2018 wird 2020 in einem Gerichtsverfahren gegen Polizeibeamte aus Hameln verhandelt.

Die DEWEZET berichte in der Freitagsdruckausgabe auf Seite 1 im Hameln-Teil vom 21.08.2020 mit der Schlagzeile: „Polizisten vor Gericht – Hauptvorwurf lautet auf gefährliche Körperverletzung im Amt / Fall befeuert Debatte über Polzeigewalt.“ Der Internetbericht der Zeitung wird zusätzlich ergänzt mit der Einbindung eines YouTube-Videos, welches Bilder einer Überwachungskamera zeigt.

Dieses Video wurde vor zwei Jahren von dem User „kosovo albaner“ mit der Überschrift „So schlägt Hamelner polizei zu FEIGLINGE“ Dazu der Text: „Wenn man sich ergibt dann so zuschlagen das sind richtige feiglinge und dann noch diese ganzen LÜGEN in der zeitung 3 verletze beamte und tötungsdelikte schande für hamelner polizei


Der zugrundeliegende Sachverhalt geschah am 5.3.2018. Es gibt dazu eine Pressemitteilung der Polizei Hameln. Zusammenfassung:

Ein wegen einer längeren Haftstrafe mit Haftbefehl gesuchter Hamelner sollte demnach gegen 14.30 Uhr im Bereich NRW festgenommen werden. Der gesuchte Straftäter flüchtete mit einem Sprinter und fuhr dabei mit permanent hoher Geschwindigkeit und riskanter Fahrweise auch in den Gegenverkehr. Er umfuhr eine Straßensperre, und ein Polizeibeamter konnte sich nur mit einem Sprung zur Seite vor einem Zusammenstoß retten. Bei einer zweiten Straßensperre durchbrach der Täter diese, indem er neben einen Streifenwagen fuhr. Bei einer dritten Sperre rammte er einem Streifenwagen, der durch den Aufprall gegen einen geparken PKW geschleudert wurde. Anschließend fuhr der Täter weiterhin mit hoher Geschwindigkeit in die Hamelner Fußgängerzone. Es war nach Angaben der Polizei reiner Zufall, dass keine Menschen verletzt wurden. Nach fast 45 Minuten Flucht stoppte der Täter den Wagen im Aufzeichnungsbereich der Überwachungskamera und versuchte, zu Fuß in Richtung einer Firma im Schwarzen Weg zu flüchten.

Diese Fluchtszene und die Festnahme wurde von der Kamera aufgezeichnet. Die Aufzeichung sofort ins Internet gestellt.

Die Polizei erstattete damals gegen den Flüchtenden Anzeige u.a. wegen eines versuchten Tötungsdeliktes, Gefährdung des Straßenverkehrs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.


Die Bewertung des Handelns der festnehmenden Beamten wird im September 2020 durch einen Richter erfolgen. Dieses Urteil bleibt abzuwarten.


Der Täter kommentiert auf dem von der DEWEZET bei Facebook geteilten Zeitungbericht am 21.08.2020 u.a. wie folgt:



Der DEWEZET-Redakteur zieht in der Einleitung des Artikels einen Bezug zu den Ereignissen im Mai in Amerika, bei dem der Afroamerikaner George Floyd getötet wurde und dass seitdem die Themen Polizeigewalt und Rassismus auch in Deutschland Thema sind.

Dazu zwei Anmerkungen:

a) Die Situation in Amerika ist mit der Situation in Deutschland in keiner Weise vergleichbar. Wer nähere Informationen dazu haben will, dem empfehle ich folgenden Beitrag: https://polizistmensch.de/2020/08/gastbeitrag-von-lothar-riemer-gebt-den-us-cops-eine-chance-ein-erklaerungsversuch/

Über den Autor des Gastbeitrages: Bericht Süddeutsche Zeitung

b) Podcast Dr. Dirk Götting – „Polizei in Deutschland und warum wir anders sind“:

Text als PDF:


Die Polizei Hameln lädt ab September 2020 im Rahmen einer Geschichtsausstellung über die Situation der Polizei in der Weimarer Republik zu Führungen und Gesprächen ein.

Zum Veranstaltungsprogramm:


herral, 23.08.2020

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