Hameln, 22.02.2025: Am 22.02.2026 wurden die folgende Fragen an Stadtverwaltung und Ratspolitik versandt:
Sehr geehrter Oberbürgermeister Claudio Griese,
sehr geehrte Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Hameln,
liebe Mitglieder im Umweltausschuss der Stadt Hameln,
zwei konkrete Vorfälle werfen Fragen zum Umgang mit den Bäumen in unserer Stadt auf.
1. Zur Umgestaltung des Grünzuges am Ada-Lessing-Park (Verbindungsweg für FußgängerInnen/RadfahrerInnen zwischen Justus-Kiepe-Straße und Süntelstraße)
Hier wurden vor kurzem große Eiben auf dem Mittelstreifen zwischen den beiden Fuß-Radwegen gefällt. Die Unterlagen dazu (Beschlussvorlage 4/2026 und die als Anlage beigefügte Planskizze) werfen folgende Fragen auf:
1.1: Worin liegt der Vorteil, die derzeit getrennten Geh-Radwege zu einem gemeinsamen Weg zusammenzuführen?
1.2: Welcher Funktionalitätsgewinn für den Rad-/Fußgängerverkehr entsteht nach der Umgestaltung?
1.3: Warum wurden die Eiben auf dem Mittelstreifen gefällt und nicht als schützenswertes Bestandsgrün in die Planungen einbezogen?
1.4: Welche Bäume werden im Zuge der Umgestaltung noch gefällt? Erfolgt, wie laut Planskizze zu vermuten, ein Kahlschlag sämtlicher Bäume am Bahndamm?
1.5: Warum sind die Baumfällungen noch vor dem Ratsbeschluss erfolgt?
1.6: Die Radwegeführung im Bereich Friedrich-Maurer-Weg Kreuzung Mollerstraße / Justus-Kiepe-Straße ist ein konkreter Gefahrenpunkt. Dieser wird abseits des Grünzuges durch die Planungen nicht „entschärft“. Warum werden die Prioritäten auf eine subjektiv bewertete „nicht einladend wirkende“ Grüngestaltung gelegt und nicht auf die Verbesserung dieses konkreten Risikopunktes mit Verkehrsunfalllage?
Ich möchte Sie bitten, sich die Situation vor Ort einmal genau anzusehen. Alternativ finden Sie Filmaufnahmen hier: https://hamelnerbote.de/archive/34940
2. Zur Umgestaltung des Europaplatzes – konkret Fällung eines großen, markanten Baumes auf der Wiese abseits der Uferböschung.
Entgegen der Aussage in der Pressemitteilung der Stadt Hameln vom 13.02.2026 („Die Bäume auf der jetzigen Wiesenfläche am Europaplatz bleiben erhalten.“) erfolgte die Fällung eines markanten/stadtbildprägenden Baumes. (Botenbericht mit Film und Fotos: https://hamelnerbote.de/archive/35025 ). Auch im Vorfeld der Maßnahmen wurden auf dem Europaplatz größere Bäume gefällt.
Bis ein neu gepflanzter Baum wieder dieselbe stadtbildprägende Wirkung entfaltet vergehen Jahrzehnte.
Frage: Warum wurden diese markanten Schattenspender nicht in die Neuplanungen als wertvolle zu erhaltende Bäume einbezogen?

Ich würde mich freuen, wenn Sie dieses Thema in ihren Gremien diskutieren.
Die Stadtverwaltung bitte ich um Rückmeldung auch zur Veröffentlichung beim Boten.
Weitere Rückmeldungen aus der Politik veröffentliche ich zum Thema gleichfalls gerne.

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Hermes
Siehe auch zum Thema:
herral, 22.02.2026