Bilder – Pläne – Kosten: Neugestaltung Europaplatz / Stockhof (Stand 25.01.2026)

Hameln, 25.01.2025: Am Samstag bin ich über den Europaplatz gefahren und hab einige Aufnahmen vom Zustand vor der Sanierung gemacht. Neugierig geworden was da jetzt genau passieren soll habe ich im Ratsinformationssystem nachgesehen und auch zu den Kosten recherchiert.

Vor genau 15 Jahren hatten wir in Hameln heftig über die Sanierung der Fußgängerzone und die Kosten dazu gestritten. Erinnern Sie sich noch, um wie viel Geld es damals ging?

Wissen Sie, was die Sanierung des Europaplatz / Stockhof nach derzeitiger Planung kosten soll?

Es ist müßig, sich aufzuregen – es ist alles entschieden. Hinterher wird es hoffentlich noch besser aussehen. Bilder, Pläne und Zahlen hier:

Bilderfilm / Impressionen: Europaplatz in Hameln am 24.01.2026


Im Ratsinformationssystem habe ich zu den Sanierungsplanungen am Europaplatz folgendes gefunden:

Es gibt mit Stand vom 12.10.2020 das städtische Entwicklungskonept Altstadt und Weserufer (ISEK Ergänzungsband 1) folgende Infos zum Europaplatz:

Als Kostenrahmen wurde 2020 für den Europaplatz / Stockhof 2.610.000 Euro angegeben. Es gibt aber noch eine Anmerkung „Im Zuge weiterer Kalkulationen hast sich bereits herauskristallisiert, dass insbesondere im Bereich Europaplatz / Stockhof mit einem finanziellen Mehraufwand zu rechnen ist.

Das Dokument ist hier als Download erhältlich:


Es folgte ein Realisierungswettbewerb. Am 01.10.2021 zeichnete das Preisgericht den Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros Hutterreimann aus Berlin mit den 1. Platz aus.

Siehe dazu:

https://hr-c.net/projekte/europaplatz-hameln-p-120

https://www.hameln.de/de/wirtschaft-stadt-umwelt/stadt-im-fokus/staedtebaufoerderung/lebendige-zentren/weserterrassen-und-europaplatz


In der Haushaltsrede vor der Stadt Hameln am 18.09.2025 hat Oberbürgermeister Claudio Griese laut Entwurf folgendes zum Europaplatz gesagt:

„Für die Umsetzung der weiteren Maßnahmen aus dem Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ sind 8,8 Millionen Euro etatisiert, wobei allein 4,3 Millionen Euro aus Fördergeldern eingeplant sind. Damit ist die Maßnahme am Europaplatz bzw. Stockhof ausfinanziert.“

Der Eigenanteil der Stadt Hameln liegt folglich bei 4,5 Mio Euro.

Wie viele davon entfallen auf den Europaplatz?


Aus der Haushaltsübersicht 2026 ergibt sich die Information, dass ursprünglich eingeplante Kosten von 517.000 Euro für 2026 gestrichen wurden. Neu ist ein Ansatz von zwei mal 600.000 Euro für „Arrondierungsflächen Europaplatz/Stockhof für die Jahre 2027 und 2028.


Folgende Planunterlagen konnte ich finden:

a) Plan Europaplatz vom 10.07.2023:

Orginal:

Dazu gibt es auch einen Erläuterungstext:


Die Beschlussvorlage zum Europlatz vom 25.10.2023 lautet:


In dieser Beschlusvorlage werden folgende Kosten benannt:

Der Rat beschließt den Neubau der Weserpromenade am Stockhof und Europaplatz auf Grundlage der vorliegenden Entwurfsplanung (siehe Anlagen) und die Beplanung der Arrondierungsflächen, zu voraussichtlichen Kosten der Maßnahme in Höhe von 4.781.700 € brutto.


Aus dem Jahr 2024 gibt es dann einen Steckbrief Maßnahmenplanung 2024 ff zum ISEK Konzept 2030.

Hier heißt es zum Europaplatz:

https://ris.hameln.de/ris/hameln/file/getfile/84190


Mit Datum von 15.04.2025 gibt es einen Plan von der „Arrondierung“ der Flächen Stockhof / Rattenfängerhalle:

https://ris.hameln.de/ris/hameln/file/getfile/91735


Informationen zu Mehrkosten ergeben sich aus einer Beschlussvorlage vom 09.05.2025:


Hier heißte es u.a. :

„Die vorliegende Entwurfsplanung (Anlage 1) sowie die Kostenberechnung vom 28.04.2025 (Anlage 2) für den Bau der Arrondierungsflächen zum Europaplatz/Stockhof in Höhe von 1.540.000 € werden beschlossen.“


Fazit: Aus der Grundidee der Umgestaltung des Europaplatzes mit einem Kostenansatz von 2,61 Mio Euro hat sich ein Gesamtprojekt mit einem Kostenvolumen von 6,32 Mio Euro entwickelt. Ich verstehe das so, dass die Stadt Hameln davon 50 % aus Eigenmitteln zahlen müssen.

Zum Vergleich: Die Kosten der Umgestaltung der Fußgängerzone waren 2009 mit einem Kostendeckel von 5 Mio. Euro versehen worden. Darüber entspannte sich eine heftige Auseinandersetzung bis hinzu einem Bürgerentscheid.

Mir sind kritische Nachfragen aus der Öffentlichkeit zu diesen Projekten nicht bekannt.

Ralf Hermes, 25.01.2026


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