CDU wollte im Hamelner Stadtwald offenbar vermehrt / zusätzlich Bäume fällen lassen.

Interessanter Protokollauszug aus der Umweltausschusssitzung der Stadt Hameln vom 16. August 2018:

TOP 5. 181/2018
„Erhöhung des Hiebsatzes im Stadtforstamt Hameln² – Antrag der CDUDU-
UFB-Fraktion zum Haushalt 2018 Aus der Aussprache: Herr Aden erläuterte, dass mit dieser Vorlage der Antrag der CDU-DU-UFB-Fraktion zum Haushalt 2018 beantwortet werden solle und bat darum, die Überlegungen des Antrags nicht umzusetzen, da eine solche
Vorgehensweise nicht nachhaltig sei. Die Auswirkungen des Sturmtiefs
„Friederike“ seien noch immer nicht vollständig dokumentiert. Unvorhergesehene Ereignisse wie starke Stürme oder andauernde Hitze werde es in den kommenden Jahren vermehrt geben. Herr Heise erklärte daraufhin die Inhalte der Vorlage.
Laut Herrn Voges sei der Antrag ursprünglich anders gemeint gewesen. Er
habe sich aber durch die Ereignisse des Sturmtiefs, der Vermehrung des Borkenkäfers sowie der andauernden Hitze in diesem Jahr sowieso erledigt. Herr Voges erkundigte sich nach den Folgen des Sturms und des Borkenkäferbefalls. Laut Herrn Heise seien von den etwa 4.000 Festmetern durch Wind geworfenes Holz 90 % aus dem Wald herausgezogen worden. Hinzu kämen Einzelwürfe sowie die vom Borkenkäfer befallenen Fichten. Insgesamt sei die Situation durch die Borkenkäfer schlimmer als zu Beginn des Jahres von ihm prognostiziert.
In einigen Forstämtern müsse beinahe genauso viel Einschlag aufgrund
des Borkenkäfers erfolgen wie durch den Sturm geworfen wurde. In
Hameln habe er bisher fünf bis sechs Herde ausgemacht, die durch den Borkenkäfer betroffen seien. Die tatsächlichen Auswirkungen würden sich im kommenden Jahr zeigen.

Herr Voges zog den Antrag der CDU-DU-UFB-Fraktion zum Haushalt 2018 zurück.

Herr Heise erläuterte auf Nachfrage von Frau Schultze, dass es durch die
frostarmen Winter schwieriger werde, das Holz überhaupt aus dem Wald zu
holen. Teilweise werde das Rücken in die Sommermonate verschoben, in denen die Böden trocken und fest sind. Die Technik müsse an die gegebenen
Umstände angepasst werden. So könnten Fahrspuren durch Kettenfahrzeuge reduziert werden.
Herr Kornfeld erkundigte sich nach den Märzenbechern im Naturschutzgebiet Schweineberg. Laut Herrn Heise habe sich die Trockenheit in diesem Zusammenhang ausnahmsweise positiv ausgewirkt, da das Holz Ende Juli über den Kammweg herausgeholt werden konnte. Man habe nicht einmal die zusätzlichen Rückegassen nördlich des Kammweges gebraucht. Sobald der Boden nicht mehr dermaßen trocken sei, seien in zwei Rückegassen die noch vorhandenen extremen Fahrspuren zu ebnen. Seiner Meinung nach werden an diesem Standort in den kommenden zehn Jahren keine forstwirtschaftlichen Eingriffe nötig.

 

 

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