Hameln, 30.01.2026: Am Freitag dem 23.01.2025 berichtet die DEWEZET auf der Titelseite und auf Seite eins im Hameln-Teil ausführlich über einen „nicht zu rechtfertigenden Anschlag auf städtische Infrastruktur in Hameln“. Schlagzeile: „Tatort Hameln: Sprengsatz reißt Loch in Brücke“.
Eine Bewertung und Ergänzung um weitere, nicht berichteten Anschläge u.a. auf die Sauerstoffversorgung unserer Stadt.
Vandalismus ist Mist. Ich habe mich am 1.1.2026 über die Sprengung eines Hundekotbeutels in Hameln aufgeregt.

So etwas ist ärgerlich. Allerdings: zwischen Vandalismus und Terrorismus gibt es (zumindest noch in Deutschland) Unterschiede. In dem Beitrag vom 23.01.2025 begibt sich Ulrich Behmann auf einen sehr schmalen Grad. Nichts von dem, was er schreibt ist inhaltlich falsch. Die Art, wie es zusammenstellt und welche Eindrücke erzeugt werden ist problematisch.
Es gibt da das „Wechselspiel“ mit den toxischen Medien, hier Facebook, wo die Menschen nur die Überschriften und Ankündigungen lesen können und sich daraus eine Meinung bilden. Wer den Beitrag nicht gelesen hat. Es gab kurz nach Sylvester einen Böllerschaden am Bodenbelag einer Fußgängerbrücke. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daraus einen Sprengstoff-Anschlag auf die städtische Infrastruktur zu konstruieren ist zu weit hergeholt Zuerst hab ich beim Lesen gedacht, es ist ein Bericht des Postillion. Aber, auch die Zerbombung des Hundekotbeutespenders ist letztendlich auch so ein „Anschlag“.
Link zum DEWZET Bericht: https://www.dewezet.de/lokales/hameln-pyrmont/hameln/sprengstoff-explosion-in-hameln-reisst-loch-in-bruecke-rathaus-spricht-von-anschlag-auf-staedtische-FE57H7MHQBCETP2NLSES4MJLVA.html
Hier einige eigene Bilder vom „Tatort“:
Meine Meinung: Hier wurde aus einer zu verurteilenden „Böllerei“ der Eindruck eines Anschlags konstruiert, der an der Lebensrealität vorbei geht und ausschließlich auf Spekulation fußt. Die Sachverhaltsdarstellung sind unverhältnismäßig aufgebauscht. Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren schon nach wenigen Tagen eingestellt.
Es geht ausschließlich darum Aufmerksamkeit zu erregen. Spannend und vermeidlich interessant zu sein. Clickbaiting.
Ich finde das nicht gut.
Auf den Facebookprofil der DEWEZET wurde der Beitrag 94 mal „geliket“ und 19 mal geteilt. Er erzielte also eine vergleichsweise hohe Resonanz.


Ralf Hermes, herral, 30.01.2026
P.S.: Den deutlich bedeutsameren „Anschlag auf die Sauerstoffversorgung“ der Anwohner der Straße, die „Tötung“ gleich mehrerer Bäume im Umfeld der Brücke ist der DWEZET für eine Berichterstattung allerdings entgangen.
Sie finden diese Forulierungen jetzt überspitzt? Ich auch. Aber sie soll beispielhaft zeigen, wie Sprache entgleiten kann.
Die Fällung der Bäume an und gegenüber der Brücke soll laut Angaben von AnwohnerInnen für den Bau einer Fernwärmeleitung erfolgt sein.
Siehe ansonsten:
Grundlegend überarbeitet am 31.01.2026















Sehr geehrter Herr Hermes,
bei meinen Recherchen zur Gartenstrassenproblematik bin ich erstmalig auf ihren Brief an Herrn Thimm und Ihre weiteren Publikationen gestoßen und teile absolut ihre Meinung und Argumentation. Ich habe mir gestern überlegt einen Leserbrief an die Dewezet zu schreiben und werde das auch machen.
Auch Ihre Meinung zum Wandalismus mit Silversterböllern und Sprengbomben teile ich, ebenso wie die Überrepräsentation einer Fahrradstraße bei Emmerthal.
Ich bin auch der Meinung das wir Bürger dieser Stadt mehr Profil zeigen müssen, uns einmischen und deutlich artikulieren sollen was gut oder schlecht läuft. Ich werde mit Interesse ihre Veröffentlichungen verfolgen , gerne unterstützen oder natürlich auch kritisch hinterfragen. Sofern Sie etwas von mir wissen wollen, fragen Sie.
Mit freundlichen Grüßen
Uwe Gröhlich
Herzlichen Dank für ihre Rückmeldung. Ich freue mich gerne auch auf kritische Anmerkungen die zum Hinterfragen der eigenen Meinung anregen. Die Welt ist nicht schwarz oder weiß. Mit dem Botenbrief informiere ich zusammenfassend ca. ein mal die Woche über Neuigkeiten auf der Webseite. Siehe: https://hamelnerbote.de/botenbrief-newsletter
MfG Ralf Hermes