Gastbeitrag / Sonette: „Das junge Jahr“

Hameln, 17.01.2026: Folgende „klingende“ Gedanken in Versform schickt zum Jahresauftakt Bernd Bruns:

Das junge Jahr

Das Jahr ist jung und hat schon graues Haar
und manchmal tropft es auch aus seinem Bart
auf eine Erde, die noch kahl und hart.
Es ist ja immer noch der Januar.

Und manchmal blinzelt es verschworen,
als warte es bereits auf Sonnenwunder.
Doch ist es nur der Mond, ein heller runder,
den der entblöste Himmel kalt geboren.

Das junge Jahr hat sich viel vorgenommen
und hofft auf Schwung und Spielekameraden,
auf frischen Wind und Grünwuchs und Dryaden,
vielleicht auch, so sein Wunsch, wird endlich Frieden kommen.

Das junge Jahr ist täppisch noch und zagt.
Wird es am Ende – wie das alte – auch beklagt?

Bernd Bruns


Herzlichen Dank: herral, 17.01.2026

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