Kommentar: DEWEZET schaltet Kommentarfunktion bei Facebook ab

Hameln, 19.01.2025: Seit dem 7. Januar hat die DEWEZT in ihrem Facebook-Profil die Möglichkeit zum Kommentieren ihrer Beiträge abgeschaltet. Einige Einblicke dazu hier:

Ich schaue bei Facebook nur noch selten und sporadisch rein. Gestern hab ich was gesucht und bin über diesen Beitrag gestolpert:


Hab mir dann angesehen was da los ist. Tatsächlich, seit dem 7. Januar ist bei keinem der Beiträge auf der DEWEZET-Facebookseite ein Kommentieren mehr möglich.


Die Zeitung erzielt mit ihren Beiträgen durchaus Reichweite. Der nachfolgende Beitrag unten wurde z.B. laut Facebook mehr als 18.000 mal aufgerufen. Ob von Menschen, Bots oder sonst wem sei dahingestellt. Es braucht aber nicht viel Fantasie um sich vorzustellen, was da in der mittlerweile von rechten Trollen durchseuchten Facebookwelt bei der Überschrift „Kein Facharzttermin, also in die Notaufnahme“ wohl abgegangen ist:

Screenshot

Zurück zur Sperrung der Kommentare.

Ein Meldung der Zeitungsverantwortlichen, sprich Ankündigung, Erläuterung oder so habe ich auf Facebook (oder bisher in der richtigen Zeitung) nicht finden können.

Herr Thimm hatte allerdings so etwas in seinem Statement beim Reformationsgottesdienst 2025 schon angedeutet. (Siehe Botenbericht – Link am Ende dieses Beitrages)


Kommentiert wird das Abschalten auf Facebook so:

Screenshot
Screenshot


Anderes Beispiel:

Screenshot
Screenshot

Meine Meinung:

Ich kann die Entscheidung der Zeitung sehr gut nachvollziehen. Es ist ziemlich oft unterirdisch was da von einem dauerpräsenten Kreis von „SchlechtrednerInnnen“ geschrieben wurde. Die Stimmung bei Facebook ist schon vor einigen Jahren gekippt. Die Trolle, politisch hetzende Menschen oder auch, sagen wir mal eher schlicht strukturierte Menschen, haben mit ihren Beiträgen die „normalen“ Nutzer vertrieben. Irgendwann wurde es einfach zu blöd.

Aber:

  1. Wenn die Zeitung die Funktion streicht, dann muss sie es auch erklären. Sprich es fehlt die Meldung dazu. Hab ich was übersehen? Dann korrigiert mich bitte.
  2. Die Zeitung hat leider einen sehr großen eigenen Beitrag am Abdriften ihrer Facebook-Gemeinschaft ins Unerträgliche. Die Moderation erfolgte zuerst überhaupt nicht, dann sehr zögerlich und ohne Erklärungen und war insgesamt weder transparent noch sichtbar. Mit Tacheles Worten ausgedrückt: „grottenschlecht!“. Ich spare mir die Hinweise und Mahnungen dazu rauszusuchen, die ich selber damals noch in den Kommentaren als Versuch eines Gegensteuerns geschrieben habe. Ist Geschichte und die Redaktionsleitung war beratungsresistent.
  3. Konsequenter wäre es, die Zeitung würde Haltung zeigen und ihre Präsenz bei der (sorry) Dreckschleuder Facebook komplett einstellen. Würde auch ein Zeichen an Donald Trump und Co sein. Der Nutzeffekt der Kundenbindung dürfte eh gleich null sein. Im Gegenteil – die Präsenz ist eher schädlich.

Ralf Hermes


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.