Statement MdL Ulrich Watermann zur Debatte über die „Schwarze Kasse“ der Feuerwehr Rohrsen

Hameln, 07.05.2026: Am 05.05. wurde die nachfolgend unverändert abgedruckte Presseerklärung des Landtagsabgeordneten und Sprechers für Inneres und Sport der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen zum Thema „Feuerwehr Rohrsen“ zur Veröffentlichung versandt:

Persönliches Statement des Landtagsabgeordneten und Sprechers der SPD-Landtagsfraktion für Inneres und Sport, Uli Watermann, zur Berichterstattung über die Vorgänge bei der „Feuerwehr Rohrsen“

Die Ereignisse rund um die „Feuerwehr Rohrsen“ bewegen viele Menschen – inzwischen weit über die Stadt Hameln hinaus. Seit Wochen gibt es Berichte, Pressemitteilungen, Stellungnahmen und Gegendarstellungen. Wir erleben mittlerweile eine hoch emotionalisierte Debatte, die weit über eine sachliche Betrachtung der Vorgänge hinausgeht und vermutlich lange nachhallen wird.

Als Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Inneres und Sport bin ich unter anderem für die Themen Feuerwehr, Kommunen und Ehrenamt zuständig. In dieser Funktion beobachte ich die Debatte mit großer Sorge. Die Art und Weise, wie in diesem Fall mittlerweile diskutiert wird, halte ich für problematisch. Auf die damit verbundene Gefahr möchte ich mit dieser Stellungnahme hinweisen.

Vorweg: Die Vorgänge selbst müssen selbstverständlich sachgerecht und vollständig aufgeklärt werden. Nach allem, was derzeit öffentlich bekannt ist, spricht tatsächlich einiges dafür, dass an

verschiedenen Stellen vereinzelt Fehler gemacht wurden. Deshalb ist es wichtig und richtig, dass die dafür zuständigen Behörden die Vorgänge nun genau prüfen und aufarbeiten.

Gleichzeitig hat sich die öffentliche Debatte zunehmend in eine Richtung entwickelt, die ich nicht nur für problematisch, sondern für insgesamt gefährlich halte. In großen Teilen wird die

Debatte mittlerweile zum einen überzogen und unangemessen zugespitzt und zum anderen auf einer rein persönlichen Ebene geführt. In der Konsequenz geraten nicht nur einzelne Personen, sondern das Ehrenamt insgesamt in Misskredit.

Die Leidtragenden dieser Entwicklung sind damit nicht nur jene, die für die Vorkommnisse tatsächlich Verantwortung tragen, sondern das gesamte Ehrenamt, vor allem in der Feuerwehr, aber auch im Bereich der ehrenamtlichen Kommunalpolitik. Dort ist an vielen Stellen ist eine große Verunsicherung entstanden.

Dabei sollten wir uns sehr bewusst machen: Unser Zusammenleben ist stark vom Ehrenamt geprägt! Ob in der Politik, bei der Feuerwehr, in der Kultur oder dem Sport – ohne freiwilliges Engagement würde vieles nicht funktionieren. Unsere gemeinsame Aufgabe als Gesellschaft muss sein, dieses Engagement mit Kräften zu schützen und zu unterstützen! Das gilt besonders für die Menschen, die politisch Verantwortung tragen.

Für uns in der Landespolitik bedeutet dies konkret, dass wir uns die Vorkommnisse in Rohrsen genau anschauen und prüfen werden, ob und inwieweit wir Institutionen und Vereine, wie beispielsweise die Freiwilligen Feuerwehren, durch bessere Regelungen im Hinblick auf die Nutzung und Verwaltung von Geldern stärker unterstützen können. Denn das Ehrenamt steht schon jetzt enorm unter Druck: Immer weniger Menschen engagieren sich, während die Anforderungen zugleich immer weiter steigen.

Deshalb mein klarer Appell: Führen wir die Debatte sachlich. Überlassen wir die rechtliche Bewertung den zuständigen Behörden und warten wir diese vor einer eigenen Bewertung vor allem ab. Ziehen wir als politisch Verantwortliche im Sinne unserer Ehrenamtlichen unsere Konsequenzen aus den Vorgängen und handeln. Und lassen wir überzogene Zuspitzungen und persönliche Angriffe! Sie helfen nicht – im Gegenteil, sie schaden dem Ehrenamt und untergraben das Vertrauen in unser System insgesamt.


radio aktiv fragte dazu nach und veröffentlichte das folgende Interview mit weiteren Informationen von Ulrich Watermann:


Siehe auch:



herral, 07.05.2026 (Foto Watermann – Pressefoto SPD)

Für die DEWEZET berichtet Frank Henke aus der Pressemitteilung:

https://www.dewezet.de/lokales/hameln-pyrmont/hameln/ueberzogen-und-unangemessen-zugespitzt-watermann-will-wogen-um-feuerwehr-rohrsen-glaetten-SP5RLAYUCBEQ7JMJB2BNNHNDGQ.html


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.