Hameln, 09.04.2026 / Aktualisierung 10.04.2026: Am 08.04.2026 werden in der DEWEZET Vorwürfe gegen den Ortsvorsteher von Rohrsen publiziert. „Ortsvorsteher in der Grauzone“ und die als Schlagzeile gestellte Frage des Rücktritts. Schweres Geschütz wird aufgefahren, im Artikel hinterlegt mit doch eher vagen Aussagen von Ratsmitgliedern zur Sache. Dennoch tauchen Begriffe wie Veruntreuung, Straftat, nicht ordnungsgemäße Mittelverwendung und ähnliches auf. Suggestiv wird ein Fehlverhalten vermittelt, für die ich in der Berichterstattung aber keinen nennenswerten Kern finden konnte.
Wurde hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht?
Heute dazu bei radio aktiv ein klares Statement des Oberbürgermeisters Claudio Griese zum Sachverhalt. Zitat aus dem Bericht: „Griese ordnet die Kasse als ein Konto mit unklarer Rechtsgrundlage ein. Es stünden keine Straftaten im Raum, es sei kein Schaden entstanden und niemand habe sich zu Unrecht bereichert. Allerdings hätten Zahlungen an den Standort Rohrsen erst einmal an die Freiwillige Feuerwehr Hameln und dann von dort nach Rohrsen gehen müssen.“
Die Aussagen im Interview unterstreichen, dass eine Untersuchung läuft, aber es sich doch wohl mehr um Buchungsformalien handelt. Ich wiederhole bewusst die Kernaussage des Beitrags: „Es stünden keine Straftaten im Raum, es sei kein Schaden entstanden und niemand habe sich zu Unrecht bereichert.„
Eine Mücke also. Stellt sich die Frage, wer ein Interesse hat, einen Elefanten in den Raum zu stellen. Anders ausgedrückt: Wer schmeißt hier suggestiv mit mutmaßlichem Dreck? Wer instruiert die Zeitung mit Informationen, in der Hoffnung, dass von dort aus ein möglicher Skandal publiziert wird? Warum wartet die Zeitung vor einer anschuldigenden Verdachtsberichterstattung nicht ab, was die mit der Sache vertrauten Verantwortlichen der Stadtverwaltung dazu sagen?
Der radio aktiv Bericht dazu ist klärend.
Für mich hat das ganze ein bitteres „Geschmäckle“. Wer mit Dreck wirft, kann sich darauf verlassen, das etwas hängen bleibt, auch an den eigenen Händen.
Ich mag so etwas nicht.
Ralf Hermes
Nachtrag 10.04.2026: Die DEWEZET veröffentlichte heute auf Seite 9 (Titelseite Hameln-Teil) einen fast ganzseitigen Bericht des Chefredakteurs Thomas Thimm. Zu acht Fragen des Redakteurs gibt der Pressesprecher der Stadt Hameln Thomas Wahmes Auskunft. Es dreht sich ausschließlich um die Frage der Kontenüberweisung der Stadt Hameln. Anders als radio aktiv im Interview gibt es dort keine klare Erklärung zur Bewertung des Handelns des Ortsbürgermeisters (keinen Straftat, kein Schaden, keine unrechte Bereicherung).
Das mag der Fragestellung geschuldet sein. Insgesamt finde ich diesen Umstand sehr befremdlich.
Was bleibt: Rohrsens Ortsbürgermeister hat 2.500 Euro aus EEG-Mitteln für die Ortschaft Rohrsen der freiwilligen Feuerwehr (Rohrsen) zugeteilt. Die Mittel für den Ort Rohrsen wurden nicht (zweckgebunden) auf das Konto der eigentlich zuständigen Freiwilligens Feuerwehr Hameln überwiesen (die dann das Geld für die Kameraden der damaligen Feuerwehreinheit aus Rohrsen hätte weitergeben sollen) sondern direkt auf ein Konto der Rohrsener Feuerwehreinheit. Was solls? War nicht richtig, war aber auch nicht schlimm.
Viel interessanter aber ist die Frage: Nach welchen Regeln verteilt die Stadt Hameln die EEG-Mittel auf die Ortsräte? Um wie viel Geld handelt es sich eigentlich?
Ich habe dazu eine Anfrage an die Stadt Hameln geschrieben.
Ralf Hermes
Feuerwehr Rohrsen:
Ist leider oftmals so in den Medien:
„Nur schlechte Nachrichten sind (für sie) gute Nachrichten!“
Der fast vorverurteilte Feuerwehrmann hat doch sicher ein unbezahltes Ehrenamt.
Der Redakteur …
Mir ist leider ein ‚Kollege‘ in einem großen regionalen Unternehmen bekannt, dessen Motto war zu oft:
„Wer andere mit Schmutz bewirft, erreicht immer bleibende Beschmutzung! (Er erhebt sich selbst.) Da kann der Beschmutzte so lange bürsten wie er will …“
Ekelhaft.