Botenmeinung: Zum „Kassenskandal“ am Feuerwehrstandort Rohrsen – „Von Elefanten und von Mücken?“

Hameln, 09.04.2026: Am 08.04.2026 werden in der DEWEZET Vorwürfe gegen den Ortsvorsteher von Rohrsen publiziert. „Ortsvorsteher in der Grauzone“ und die als Schlagzeile gestellte Frage des Rücktritts. Schweres Geschütz wird aufgefahren, im Artikel hinterlegt mit doch eher vagen Aussagen von Ratsmitgliedern zur Sache. Dennoch tauchen Begriffe wie Veruntreuung, Straftat, nicht ordnungsgemäße Mittelverwendung und ähnliches auf. Suggestiv wird ein Fehlverhalten vermittelt, für die ich in der Berichterstattung aber keinen nennenswerten Kern finden konnte.

Wurde hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht?

Heute dazu bei radio aktiv ein klares Statement des Oberbürgermeisters Claudio Griese zum Sachverhalt. Zitat aus dem Bericht: „Griese ordnet die Kasse als ein Konto mit unklarer Rechtsgrundlage ein. Es stünden keine Straftaten im Raum, es sei kein Schaden entstanden und niemand habe sich zu Unrecht bereichert. Allerdings hätten Zahlungen an den Standort Rohrsen erst einmal an die Freiwillige Feuerwehr Hameln und dann von dort nach Rohrsen gehen müssen.“

Die Aussagen im Interview unterstreichen, dass eine Untersuchung läuft, aber es sich doch wohl mehr um Buchungsformalien handelt. Ich wiederhole bewusst die Kernaussage des Beitrags: „Es stünden keine Straftaten im Raum, es sei kein Schaden entstanden und niemand habe sich zu Unrecht bereichert.


Eine Mücke also. Stellt sich die Frage, wer ein Interesse hat, einen Elefanten in den Raum zu stellen. Anders ausgedrückt: Wer schmeißt hier suggestiv mit mutmaßlichem Dreck? Wer instruiert die Zeitung mit Informationen, in der Hoffnung, dass von dort aus ein möglicher Skandal publiziert wird? Warum wartet die Zeitung vor einer anschuldigenden Verdachtsberichterstattung nicht ab, was die mit der Sache vertrauten Verantwortlichen der Stadtverwaltung dazu sagen?

Der radio aktiv Bericht dazu ist klärend.


Für mich hat das ganze ein bitteres „Geschmäckle“. Wer mit Dreck wirft, kann sich darauf verlassen, das etwas hängen bleibt, auch an den eigenen Händen.

Ich mag so etwas nicht.

Ralf Hermes

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