Pressemitteilung des SPD Ortsvereins Hameln zur mutmaßlichen „Schwarzkasse“ der Feuerwehr Rohrsen

Hameln, 10.04.2026: Die SPD versandte am 09.04.2026 die nachfolgende unverändert wiedergegebene Pressemitteilung.

„Verantwortungslosigkeit führt zu massivem Vertrauensverlust“

Die Entwicklungen rund um die mutmaßliche Schwarzkasse im Zusammenhang mit der Feuerwehr Rohrsen werfen aus Sicht des SPD-Ortsvereins Hameln nicht nur Fragen zum Handeln einzelner Personen auf, sondern insbesondere zur Verantwortung der Hamelner Verwaltungsspitze.

„Spätestens mit der Einführung des § 14a im Niedersächsischen Brandschutzgesetz gibt es klare gesetzliche Vorgaben für den Umgang mit Kameradschaftskassen der Feuerwehren. Wer Verantwortung für diese Stadt trägt, muss dafür sorgen, dass diese Regeln auch eingehalten werden“, erklärt Alexander Werner, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Hameln.

Nach aktuellen Erkenntnissen sollen über Jahre hinweg öffentliche Gelder zugunsten eines Teils der Freiwilligen Feuerwehr Hameln, Standort Rohrsen, auf ein privates Konto mit unklarer Rechtsgrundlage überwiesen worden sein.

Besonders schwer wiegt aus Sicht der SPD dabei ein zentraler Punkt:
„Aus der Beantwortung der Presseanfragen der Dewezet durch unsere Ratsfraktion gemeinsam mit der Ratsfraktion der Grünen wird deutlich, dass der Oberbürgermeister bereits seit dem 20.02.2026 Kenntnis von den Vorgängen hatte.“

„Trotz dieser Kenntnis ist keine proaktive Initiative zur umfassenden
Aufklärung und zur Herstellung von Transparenz erkennbar gewesen.“

„Wenn ein Oberbürgermeister über einen solchen Vorgang informiert ist und nicht unmittelbar für Klarheit sorgt, dann ist das eine Frage der Führungsverantwortung.“

Deutlich wird aus Sicht der SPD auch:
„Die Verantwortung hier allein bei einem ehrenamtlichen Ortsvorsteher abzuladen – egal welcher Partei – halten wir für fragwürdig. Wer Verantwortung für eine Stadt trägt, darf sich in einer solchen Situation nicht wegducken, zumal die Überweisungen aus dem Hamelner Rathaus vorgenommen worden sein sollen.“
Kritisch bewertet die SPD zudem das bisherige Verhalten der CDU: „Es ist bemerkenswert, dass sich die CDU zu diesen Vorgängen bislang nicht klar positioniert hat. Gerade von einer Partei, die sonst sehr deutlich für Recht und Ordnung eintritt, erwarten wir in einer solchen Situation auch eine klare Haltung.“
Vor diesem Hintergrund wiegt ein weiterer Aspekt besonders schwer:
„Der Oberbürgermeister gehört selbst der CDU an. Auch die Fraktionsvorsitzende der CDU, Birgit Albrecht, sowie der Ortsvorsteher Jobst Brüggemann kommen aus Rohrsen. Gerade deshalb erwarten wir hier ein besonderes Interesse an vollständiger Aufklärung und Transparenz.“

Die SPD richtet daher klare Fragen an Oberbürgermeister Claudio Griese:
– Warum wurde nach Bekanntwerden der „Schwarzen Kasse“ am 20.02.2026 nicht umgehend Transparenz hergestellt?
– Warum wurde die Umsetzung des § 14a NBrandSchG nicht konsequent eingefordert?
– Welche konkreten Maßnahmen hat die Verwaltung seitdem ergriffen?

Abschließend erklärt Werner: „Vertrauen entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch aktives Handeln. Genau das erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht.“


Beim Boten veröffentlichte Pressemitteilungen geben die Position der Verfasser wieder. Sie werden beim Boten als Beitrag zur Meinungsbildung veröffentlicht.

Meine persönliche Bewertung des Sachverhaltes „Feuerwehrkasse Rohrsen“ finden sie hier:


Herral, 10.04.2026

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