Gastbeitrag: „Es summt und brummt!“ – Wildblumeninseln – Bereicherung oder Schandfleck?

Hameln, 28.07.2026: Birgit Wendling fragt: „Was meinen Sie zu Wildblumen auf öffentlichen Flächen?“

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Wildblumeninseln – Bereicherung oder Schandfleck?

Die insektenfreundliche Wildblumeninseln in öffentlichen Anlagen in Hameln gefallen nicht jedem. In der Dewezet vom 24. Juli 2026 lobt ein Leser das neu gestaltete Blumenbeet an der Stadtmauer zwischen Pulverturm und Haspelmathturm, findet aber den Blühstreifen zur Straße „nicht repräsentativ“ und ungepflegt. Das von der Dewezet veröffentlichte Bild, unter dem die Kritik steht, zeigt allerdings den vom Leser gelobten Bereich. Stadtsprecher Wahmes erklärt, dass Straßenbegleitgrün heute anders aussehe als noch vor einigen Jahren. Das Projekt „Blumeninseln im Siedlungsbereich“ schaffe „kunterbunte, ökologisch vielfältige und pflegeleichte Rückzugsorte für Bienen, Schlupfwespen, Schmetterlinge und andere Insekten.

Das Projekt ist in mehreren Ortsteilen (Afferde, Halvestorf, Haverbeck, Holtensen, Klein Berkel) und am Pulverturm, am Fischerhof, auf dem Schleusenwerder, am Wilhelmsplatz und im Ada-Lessing-Park als Experiment auf städtischen Grünflächen über drei Jahre bis 2024 durchgeführt und anschließend beibehalten worden.

Vier Blumeninseln sind an meinem Wohnort Klein Berkel zu besichtigen: In der Brückenstraße gegenüber dem Feuerwehrhaus, am neu gestalteten Friedhofsparkplatz in der Berkeler Straße, am Mengerberg sowie im Wendehammer der Straße Berkeler Grenze. Es summt und brummt. Die Infotafeln allerdings könnten verständlicher und lesbarer gestaltet werden. Vielleicht würde sogar ein Hinweisschild „Insektenbuffet“ zum Verständnis reichen anstatt langer detaillierter Erklärungen.

Als Grünpatin der neun Blumenkübel am Jugendtreff nahe des Sportplatzes Hohe Linden 25 achte ich immer mehr auf eine insektenfreundliche Bepflanzung, auch motiviert durch das Anschauungsbeispiel der Blumeninseln. Ein Vorteil neben der Insektenfreundlichkeit ist, dass Zeitaufwand und Wasserbedarf zum Gießen gesunken sind. Das ist wichtig, denn das Wasser muss jedes Mal aus dem Sportheim geholt und über den ganzen Parkplatz geschleppt werden.

Was meinen Sie zu Wildblumen auf öffentlichen Flächen? Fällt Ihnen das überhaupt auf?

Birgit Wendling

Quelle:
„Wahlplakate_Verspaetungen_und_Vorfahrts_Chaos“ in der Dewezet vom 24. Juli 2026,

Abschlussbericht zum Projekt Blumeninseln im Siedlungsbereich der Abteilung 53 Stadtgrün vom 09.09.2024

Fotos der Autorin:

  • Blumeninsel Brückenstraße mit Nahaufnahme
  • Blumenkübel am Jugendtreff in Klein Berkel

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