Baugebiet Einsiedlerbach – Fragen an die Stadtverwaltung Hameln

Auch fast drei Wochen nach der Rohdung von ca. 1 Hektar Gartenland am Einsiedlerbach war die Maßnahme nicht Gegenstand einer Berichterstattung oder Recherche der Lokalmedien.

Wie stark der Eingriff auf das Landschaftsbild unseres Stadtrandes ist, kann man vom Waldsaum des Stadtwaldes aus Richtung Bismarkturm gesehen bewerten:

Ich habe heute die Stadtverwaltung angeschrieben und um Beantwortung einiger Fragen gebeten.

Folgende Fragen wurden übersandt:

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

kurz vor dem Jahreswechsel wurde am Einsiedlerbach eine stark bewachsene Gartengrundstücksfläche für die Ausweisung eines Baugebietes geräumt. Ich habe unter anderem in dem Beitrag https://hamelnerbote.de/?p=12016 dazu einige Informationen zusammengetragen.

Ich bitte für eine Fortführung der Berichterstattung im Interesse der Allgemeinheit um die Beantwortung folgender Fragen:

1. Wann ist mit einem Abschluss des Verfahrens aus städtischer Sicht zu rechnen? Erfolgen noch politische Beratungen / Beschlussfassungen und wenn ja, gibt es schon einen Zeitplan?

2. Gibt es Auflagen an die Stadtsparkasse Hameln-Weserbergland, die Grundstücksvergabe an Sozialkriterien, z.B. Familien mit Kindern zu koppeln?

3. Wurde die im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen festgelegte Aufhängung von Nisthilfen bereits durchgeführt? Wie viele Nisthilfen wurden aufgehängt und wo? Wer ist für die Überprüfung der dauerhaften Pflege und den Bestandsschutz der Kästen zuständig?


Zudem bitte ich, da von grundlegender Bedeutung, um die Beantwortung folgender Fragen zum Ausgleichsflächenpool „Im golden Winkel“.

4. Wo befindet sich diese Fläche? Ich bitte mir dazu Kartenmaterial und grundsätzliche Informationen über diese Verfahren zur Verfügung zu stellen. Ich kann im Ratsinformationssystem dazu keine Unterlagen finden.

5. Wie viele Ausgleichsmaßnahmen wurden bereits über diesen Flächenpool abgewickelt? Welche konkreten Maßnahmen wurden dem Ausgleich für den Bebauungsplan der Fläche Gärtnerei Rosenbuch, Fischbecker Landstraße zugewiesen und wie hoch ist der noch bestehende Pool für weitere Ausgleichsmaßnahmen? Ich bitte um eine allgemeinverständliche Darstellung einer Bilanzierung.

6) Welcher Wert in Euro wird einer Werteinheit zugewiesen?

Sollten Sie darüber hinaus weitere Informationen zum Verfahren haben, die für die Öffentlichkeit von Bedeutung sind, bin ich für eine Bereitstellung dankbar.

Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen


Oben: Januar 2021, unten Januar 2010

Impressionen von der Fäche vom 17.01.2021:

Über eine Antwort wird berichtet.

Ralf Hermes, 17.01.2021

Siehe ansonsten:

https://hamelnerbote.de/?tag=einsiedlerbach

Update: 28.01.2021

Die Pressestelle der Stadt Hameln hat am 18.01.2021 den Eingang der Anfrage bestätigt und am 25.01.2021 geantwortet.

Die Antworten wurden hier den Fragen zugeordnet und können im PDF-Dokument im Wortlaut nachgelesen werden:

Ein Gedanke zu „Baugebiet Einsiedlerbach – Fragen an die Stadtverwaltung Hameln“

  1. Vielen Dank, das Sie sich darum kümmern und versuchen der Sache näher auf den Grund zu gehen. Ähnliches habe ich bereits hinsichtlich des Linsingen Areals durchgeführt, wobei mir versichert wurde das man es gut mit dem Bestandsgrün meint. Pustekuchen, zurzeit werden nah am Wurzelwerk großer Bäume und mitten durch dieses Fernwärmeleitungen verlegt. Es bleibt zu hoffen, dass die Bäume diesen Schaden verkraften und nicht in ferner Zukunft erlegt werden müssen. Aber dann kann sich keiner mehr daran erinnern und der Baum war einfach krank!

    Das neue Baugebiet wird nicht allzu lange allein bleiben und die Pläne für das Gebiet (Apenberg, Riesackweg 2, Schillings Grund) liegen schon auf dem Tisch, alles eine Frage der Zeit. Am 31.12.2020 konnte ich mit eigenen Augen sehen, dass hier in kürzester Zeit Tatsachen geschaffen wurden (Schätzungsweise nicht mal eine Woche). Ich kann diesen Wahnsinn nicht mehr nachvollziehen, auf der einen Seite diskutieren wir über den Klimawandel und bezahlen teure CO2 Steuern und auf der anderen Seite vernichten wir CO2- Speicher im hohen Maße (Hauptsache irgendjemand zahlt dafür). Die Stadt Hameln ist hier ein beschämendes Beispiel. Wo bleibt der Aufschrei wie an der Holtenser Landstraße, wo ist die Parents-for-Future Bewegung? Erhofft man sich vielleicht selbst ein kleines Grundstück am Rande des Hamelner Stadtwaldes?

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