Traurige Nachrichten – „Manni“ ist tot.

Die Weserbergland-Nachrichten veröffentlichten gerade folgenden Nachruf:

„Er war ein leidenschaftlicher Naturfotograph im Weserbergland: Andreas Stahl aus Hameln ist tot. Er ist in der Nacht zu gestern im Alter von 59 Jahren überraschend gestorben. Ein guter Freund berichtet: „Am Abend war er noch guter Dinge, hat gelacht.“ Sein verschmitztes Lächeln war sein Markenzeichen. Damit forderte Andreas Stahl die Brautpaare heraus wenn er sie mit seiner Canon im Bürgerpark fotografierte. Damit hat er wohl auch seine gefiederten „Stars“ in der freien Natur für sich eingenommen, wenn er mit der Kamera und unendlich viel Geduld auf die Pirsch gegangen ist. Er war früher im Vertrieb bei der hiesigen Tageszeitung in Hameln, wurde krank und berufsunfähig. Hatte sich vieles zu Herzen genommen. Hat sich dann ein neues Leben aufgebaut. Hat das Hobby zum leidenschaftlichen Beruf gemacht. Für die Weserbergland-Nachrichten.de hat er am NaturPfad-Projekt aus dem Jahre 2013 mitgearbeitet. Das Bild einer Kanadischen Graugans, die im Alarmstart von einer Wasseroberfläche abhebt, war uns eine Doppelseite wert – auf solidem Hochglanz-Posterpapier. Wir trauern um einen Kollegen, auf den immer Verlass war. Er hatte ein gutes, sicheres Auge – für Mensch und Tier. Unsere besondere Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen.“

Ich kann mich den Worten von Herrn Lorenz nur anschließen und bin sehr traurig.

Für mich war Andreas eigentlich „Manni“, der Manni von Wesio – einem lokalen Facebookvorgänger der DEWEZET. Eine erste lokale-digitale Gemeinschaft, in der man von 2008 bis 2012 Fotos und Nachrichten teilen konnte. „Manni“ begeisterte durch tolle Fotos und er war ansprechbar. Er lieh mir, obwohl wir uns kaum kannten, seine zweite Spiegelrefelxkamera gleich für zwei / drei Wochen zum üben. Ich merkte aber schnell, dass es für gute Fotos viel mehr brauchte, als eine gute Kamera.

Es gab da eine kleine Wesio-Fotoclique: Andreas Stahl, Frank Neitz, Kalle Vogt, der Admin damals und zwei, drei andere. Alle ein bisschen verrückt. Alle hatten richtig was drauf und alle waren freundlich und aufgeschlossen.

Ich gab es schnell auf, ihnen fototechnischnisch nachzueifern. Ich „knipse“ halt. „Manni“ aber stellte seine Profi-Fotos auch für den guten Zweck, u.a. tolle Fotos vom Eisvogel oder vom Schwarzstorch damals für unserer BUND-Kreisgruppe kostenfrei zur Verfügung.

Fotos Andreas Stahl

Wir bleiben locker im Kontakt, man traf sich bei der 1. Mai-Kundgebung, auf dem Wochenmarkt, beim Umwelttag im Bürgergarten. Zuletzt bei Terminen mit Jutta Krellman von den Linken, wo er als Wahlkreismitarbeiter einen Job gefunden hat.

Andreas Stahl ist nach Kalle Vogt und Frank Neitz der dritte Fotograph, der uns viel zu früh verlassen hat.

Seine Fotos werden weiter Freude machen.

Ich behalte ihn, gemeinsam mit Kalle und Frank in guter Erinnerung.

Ich hoffe ihr trefft euch. Da oben, auf ner Wolke und schaut runter. Mit wachen, scharfen Blick.

Ruhe in Frieden Manni.

Ralf Hermes, 17.02.2021

2 Gedanken zu „Traurige Nachrichten – „Manni“ ist tot.“

  1. Andreas Stahl war ein herzensguter Mensch. Er war stets hilfsbereit und trat für Gerechtigkeit ein.
    Seine Naturverbundenheit war groß. Als Fotograf war er brilliant.
    Er ist viel zu früh verstorben.
    Die Würdigungen durch den Hamelner Boten und die Weserbergland-Nachrichten hat Andreas mehr als verdient. Und sehr toll, hier einige seiner vielen sehr guten Fotos zu sehen.
    Dafür vielen Dank, Ralf!

  2. Manni hat uns im Jobcenter die Bewerbungsfotos gemacht und meine Frau und mich später bei Projekten begleitet – auch bei unserer Hochzeit.

    Es hatte diese lockere unkonventionelle Art die ich sehr an ihm geschätzt hab, ein herzensguter immer hilfsbereiter Mensch. Die Nachricht trifft uns überraschend und hart. Wir werden ihn und seine Art sehr vermissen………Ruhe in Frieden.

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