Die Regenbogenfahne über Hameln – Eine Zusammenfassung 2021

Hameln, 18.07.2021: Auch in der Stadt Hameln beteiligte man sich an dem Zeichen für Vielfalt und Toleranz. Ein Regenbogenbericht mit Bildern:

Drei Tage hatte die Stadtverwaltung Hameln jetzt an drei Stellen im Stadtgebiet die Regenbogenfahne gehisst. Eigentlich für den Christopher-Street-Day als Tageszeichen bestimmt, scheiterte eine gemeinsame Aktion zusammen mit anderen Behörden und Verwaltungen an den extrem verlängerten Lieferfristen der Hersteller. Die Nachfrage nach den bunten Fahnen war rasant gestiegen. Die Verwaltung entschied sich daher die Verspätung mit eine Verlängerung auf drei Tage auszugleichen. Hier Bilder von den drei Fahnenstandorten:

Rathausplatz Hameln

Bahnhofskreisel

Pfortmühle

Die Polizei Hameln beteiligte sich am 28.06.2021 an der Aktion und gab dazu eine eigene Pressemitteilung heraus:

Foto Polizei Hameln – Pressemitteilung

Der Beitrag der Polizei wurde von verschiedenen Pressemedien übernommen und auch bei Facebook geteilt. Die Polizei Weserbergland überschrieb das Bild mit dem Text:

Wir haben heute die #Regenbogenfahne an unserer Dienststelle in #Hameln als Zeichen für Toleranz und Vielfältigkeit gehisst. Der Leiter der Polizeiinspektion Matthias Kinzel ergänzt dazu: „Wir als Polizei stehen nicht nur für die innere Sicherheit ein, sondern wenden uns auch aktiv gegen jegliche Form von Diskriminierung. Dabei soll das Hissen der Fahne der symbolisch wahrnehmbare Akt der Solidarisierung sein. Messen lassen müssen wir uns aber sowohl innerdienstlich, als auch im Umgang mit den Menschen für die wir da sind, an unserem Handeln. Dabei ist die von unserem Denken geprägte Kommunikation ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die aktuellen Ereignisse auch im Fußball zeigen, dass es notwendig ist ein Zeichen für Toleranz und Vielfältigkeit zu setzen. Lest auch unsere Pressemeldung https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/57895/4953976Polizei.lsbti.niedersachsen#csd#pride

Die Reaktionen bei Facebook waren aus zwei Gesichtspunkten interessant.

Nr. 1: Zustimmung. Schaut man sich die „gefällt mir“ Bilanz über den erhobenen Daumen an, so ist die Wertung der Mehrheit eindeutig. Auf der Polizeiseite, der DEWEZET und bei Hallo Sonntag sammelte der Bericht insgesamt 468 erhobene Daumen. Dagegen stehen 105 „HaHa-Smilies“ die in solchen Zusammenhängen als Ablehnung/Kritik einzuordnen sind.

Nr. 2 – Ablehnung: Liest man allerdings die Kommentare, so ist drastische Ablehnung festzustellen. Die Kritiker formulieren ihren Unmut. Interessant ist es dann, wenn man sich einmal die Profile der scharfen Kritiker ansieht. Hier zeigte sich auf der Polizei-Facebookseite, das die drastische Ablehnung zumeist von Menschen kam, die außerhalb des Landkreises leben. Teilweise zeigten die Profile der Kommentarschreiber eindeutig Kennzeichen von Unsachlichkeit und Hetze. Einige Beispiele:

Mein Fazit:

a) Selten sind die lauten, drastischen Meinungen auch die Mehrheit. Meistens ist es umgekehrt. Die extremen / unsachlichen Kritiker fallen halt besonders auf und bekommen durch die Empörung ob ihres Handelns mehr Aufmerksamkeit. Das ist ja auch das Ziel. Der Skandal lockt, auch in der Berichterstattung.

b) Erfreulich war der viele Widerspruch zur unsachlichen Kritik in den Facebook-Kommentaren. Hier zeigte sich, dass provozierende Sätze nicht unwidersprochen blieben.

c) Die extremen Postings dürfen nicht davon ablenken, dass es auch normale Leute gibt, die diese Aktion nicht gut finden. Daher nicht „Extremisten“ mit „Kritiker“ in einen Topf werfen. Schön ist es, wenn es eine Diskussionskultur gibt, die eins vom anderen unterscheidet.

Ralf Hermes, 18.07.2021

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