Femizid in Hameln – Mahnwache am Samstag mit rund 80 Teilnehmenden

Hameln, 30.03.2026: Am Donnerstagabend um 19 Uhr wurde ein Femizid in Hameln bekannt. Ein 72-jähriger Mann tötete seine 67-jährige Ehefrau nach einem Streit. Der Mann wurde festgenommen.

Am Freitag um 17.30 Uhr wurde der Aufruf zu einer Mahnwache für Samstag, den 28.03. um 11 Uhr auf der Hochzeitshausterrasse in Hameln per E-Mail verteilt und in den sozialen Medien verbreitet.



Anett Dreisvogt ist die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat der Stadt Hameln, Daniel Wünsch ist Ratsmitglied für die Partei DIE LINKE im Stadtrat Hameln.

Die Organisation der Veranstaltung erfolgte von beiden aus direkter eigener Motivation ohne Einbeziehung der Parteigremien.


Auf Facebook habe ich eine Verlaufsinfo der Partei DIE LINKE Hameln-Pyrmont gefunden:

Screenshot

Ich habe die beiden Verantwortlichen gebeten für den Boten eine kurze Schilderung des Ablaufes aus ihrer Sicht mitzuteilen.


Mit Anett Dreisvogt hatte ich mich heute ausgetauscht. Sie stellte mir ihren Redebeitrag zur Veröffentlichung zur Verfügung.


Anett berichtet von einer sehr bewegenden Veranstaltung und viel positiver Rückmeldung auch von Passanten die vorbeigegangen bzw. kurz stehengeblieben sind.

Gesprochen hat auch eine Vertreterin des Frauenhaus Hameln, eine Frau von „Catcalls of Hameln“ und eine Vertreterin der Kurdischen Feministinnen (Rojava-Bewegung).


Als Veranstalter sprach Daniel Wünsch ein Schlusswort.

Sein Fazit für den Boten: „Trotz schlechtem Wetter waren 75-80 Personen da.
Das Wetter war sehr bescheiden und wir haben uns komplett auf der Terrasse, unter dem Segel versammelt. Das hatte eine besondere Stimmung. Wir haben insgesamt 30 Minuten für die Redebeiträge und eine Schweigeminute gebraucht. Unter dem Segel gab es dann noch die Möglichkeit zu netzwerken und sich auszutauschen.
Für die Kurzfristigkeit und das Wetter waren wir sehr zufrieden mit der Teilnehmendenzahl. Die Polizei hat in der Spitze 80 Personen gezählt.


Unter den Teilnehmenden waren aus der Politik die MdL Britta Kellermann und Ulrich Watermann, die beiden ehemaligen MdB Gabriele Lösekrug-Möller und Jutta Krellmann mit dabei. Auch die Geschäftsführerin der DEWEZET Julia Niemeyer war vor Ort. Vertreterinnen und Vertreter der Lokalpolitik sollen nicht teilgenommen haben.


Impressionen (Fotos der Veranstalter):


Die DEWEZET veröffentlichte in ihrer Samstagsausgabe die Information zur Mahnwache nicht. Sie berichtete bisher auch nicht über die Veranstaltung.


radio aktiv Meldung vom 30.03.2026


herral, 30.03.2026

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