Der Beispielklaus: Oder was ein „Haha-Smiley“ so alles aussagt und bewirkt.

Hameln, 22.04.2021: Es bewirkt z.B. diesen Beitrag hier. Ich möchte Euch/Ihnen Klaus vorstellen. Klaus kommt aus dem Weserbergland, ist eine reale Person, er ist auf Facebook (wie ich) mit dem Rattenfänger befreundet. Er mag (wie ich) die alte Eisenbahnbrücke über die Weser. Klaus ist bei Facebook und mir ist er aufgefallen, weil er ein „Haha-Smiley“ als Bewertung eines Beitrage auf der Facebookseite des Hamelner Boten gesetzt hat. Das kommt hin und wieder einmal vor, nicht nur von Klaus. Aber ich nehme jetzt mal Klaus als Beispielklaus, um auch mal den Nicht-Facebook-Nutzern zu zeigen, was bei Facebook so läuft:

Dieser Beitrag bringt Klaus zum lachen: https://hamelnerbote.de/?p=14527

Mein „Beispielklaus“ ist mit vollen Namen und mit Foto bei Facebook aktiv. Ich hab den Nachnamen und das Bild mal übermalt. Ist nicht so wichtig.

Was aber sagt uns Facebook frei zugänglich (im bin mit ihm dort nicht „befreundet“) über Klaus?

Klaus mag Tiere, Frau Merkel mag er nicht, aber Arthur Schopenhauer. „Wir sind nicht nur für das verantwortlich, was wir tun, sondern auch für das, was wir widerspruchslos hinnehmen.“ Der Satz gefällt mir auch. Darum schreiben ich diesen Bericht hier:

Klaus mag (wie ich) Helmut Schmidt und er weiß sogar (anders als ich) was Helmut Schmidt zur heutigen Situation sagen würde:

Klaus ist humorvoll:

Die Art der Nachrichten mag er zur Zeit nicht:

Zahlensymobolik schreckt Klaus nicht ab:

Die Grünen mag Klaus nicht:

Beiträge der AfD teilt er:

Und hier schließt sich auch der Kreis zu dem Beitrag beim Hamelner Boten:

Klaus mag auch die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer nicht:

Aber wagemutig ist er, zumindest beim Teilen von Facebookbilder:

Und er hat kein Problem damit, sich mit Klarnamen und Foto als „Schlechtmensch“ zu outen:


Klaus ist nicht nur bei Facebook, Klaus ist auch bei Twitter. Wie lernt man Menschen wie Klaus kennen?

Nun, eine Möglichkeit ist sich anzusehen, wer ernste Beiträge mit dem „Haha-Smiley“ kommentiert. Dieses hat in bestimmten Kreisen nämlich folgenden Hintergrund:

https://www.facebook.com/fluegge.erik/photos/ist-ihnen-schon-einmal-aufgefallen-dass-kommentatorinnen-und-kommentatoren-mit-w/1370837809773257/

Erik Flügge schreibt dazu einen längeren, sehr lesenswerten Text, der über den obigen Link aufrufbar ist.

Kurz beschrieben: Die hinterlassenen Lach-Emojis sollen wichtige gesellschaftliche Themen schlichtweg ins Lächerliche ziehen. Sie sollen jenen symbolisieren, die diese wichtigen Themen auch wirklich für wichtig halten, dass die Themen lächerlich und albern sind. Diese Symbole sollen auch die Menschen, die sich um das Thema kümmern, abwerten. Zudem macht der „Lacher“ mit seine Kommentierung diese im eigenen Freundeskreis bekannt und lädt Gleichgesinnte ein, es auch so zu tun. Eine perfide Taktik, die unter fast allen gesellschaftlich relevanten Themen auf Social Media zu beobachten ist.

Oft stecken hinter den Profilen anonyme Facebookprofile mit einem aber immer änlichen Muster. Aber auch reale Menschen wie Klaus nutzen offen diese Strategie.

Beispielklaus“ und ich werden keine Freunde, weder bei Facebook, noch in der tatsächlichen Welt. Klaus ist aber durchaus nützlich. Er ist ein Beispiel und vielleicht auch eine Mahnung. Menschen, die gleiches tun wie er, ohne sich vielleicht richtig bewusst zu sein was sie da tun, habe die Chance darüber noch mal nachzudenken.

Ralf Hermes, 21.04.2021

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