Rückblick Polizeiball 1982 in Hameln

50 Jahre Polizeiball Hameln – Ein RückblickTeil 2 – Der 10. Polizeiball im Jahr 1982

Im Jahr 1982 war Dr. Kock Hamelns Oberbürgermeister, der Oberstadtdirektor war Dr. von Reden-Lütcken. Für den Landkreis entbot damals der Landrat Saacke der GdP zu dem jetzt schon traditionellen Fest herzliche Grüße. Vorangegangen waren die Kommunalwahlen im Jahr 1981. Klaus Arnold übernahm den Kreisvorsitz der CDU. Karl-Heinz Grießner löste Brigitte Traupe bei der SPD ab. Auf Bundesebene löste Helmut Kohl den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt ab.

Der Falklandkrieg beschäftigt die Menschen. Ein Student erfindet für den E-Mail Verkehr mit der Zeichenfolge 🙂 das „Smiley“-Zeichen. Nicole gewinnt den Eurovision Song Contest mit „Ein bisschen Frieden“. Das Weserbergland hatte 1977 die sog. „Schlacht um Grohnde“ erlebt und war geprägt von der Diskussion um den Bau des Atomkraftwerkes. Im Jahr 1981 richtete eine Brandserie beträchtliche Sachschäden in Millionenhöhe an. Die Zahl der Unfalltoten im Straßenverkehr reduzierte sich von 39 im Jahr 1980 auf 33 Opfer im Jahr 1981.

Die Leitung der Hamelner Polizei lag in der Verantwortung von Polizeidirektor Winsker und Kriminaldirektor Boesken. Der Landesvorsitzende der GdP Horst-Udo Ahlers benennt die damaligen Herausforderungen der Polizei mit Großdemonstrationen, steigender Kriminalität und wachsendem Verkehrsaufkommen als tägliches Arbeitsbild. Mehrarbeitsstunden müssen geleistet werden, Freizeit wird zur Seltenheit. Er dankt der Kreisgruppe Hameln für die Gestaltung des Abends, damit Frohsinn und gute Laune dazu beitragen, die schweren Stunden vergessen zu lassen. Für den DGB schreibt der Vorsitzende des Kreises Hameln Heinz Hoffmann, dass die Polizeifeste der letzten 10 Jahre dazu beigetragen haben, das Verhältnis Bürger/Polizei wesentlich zu verbessern. Helmut Bläsche stellt für die Kreisgruppe nicht ohne Stolz fest, dass das Fest der Polizei nun ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender und zu einem gesellschaftlichen Ereignis geworden ist.

In der Festschrift wird u.a. die Geschichte der Stadt Bad Münder vorgestellt. Jürgen Nachtigall stellt in „Ein Haus im Wandel der Zeiten“ die Geschichte des Gebäudes Osterstraße 37 in Hameln dar.

In einer Anzeige für die CDU schreibt Innenminister Dr. Möcklinghoff gemeinsam mit dem Landrat Fritz Saacke, der auch Mitglied des Landtages ist, dass die Niedersächsische Landesregierung der inneren Sicherheit vorrangig Priorität einräumt. Voraussetzung aber sei auch, dass alle Bürger das geltende Recht anerkennen und bei der Verwirklichung der eigenen Rechte gegenseitig Rücksichtnahme üben. Den Bruch geltenden Rechts wird die niedersächsische Landesregierung nicht hinnehmen.

Die FDP wirbt in einer Anzeige für die Landtagskandidaten Günter Eickstädt, Dr. Fritz Guht und Rötger Groß als „Partner des mündigen Bürgers“. Die SPD thematisiert das Thema Sicherheit für Deutschland und ihren Weg des Friedens. „In diesem Gefüge von sozialem und innerem Frieden ist unsere Polizei ein fester, verbindender Bestandteil! Wir wollen, dass dieses Gefüge nicht auseinanderbricht, sondern als tragendes Element unseres demokratischen Gemeinwesen erhalten bleibt.“ So lautete der Text in ihrer Anzeige. Das Gemeinschaftskraftwerk Grohnde stellt sich auf der Rückseite der Festschrift in einer ganzseitigen Anzeige als Partner der Zukunft für den Strom von morgen vor. Es wirbt für einen Besuch des Informationszentrums in Emmerthal, Hauptstraße 1.

Im Rückblick auf den Ball berichtet Christa Koch in der DEWEZET mit der Schlagzeile „10 Jahre GdP-Fest“, dass das Kleine Haus im Dorint-Hotel wieder bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der GdP Vorsitzende Bläsche wurde zitiert, der bedauerte, dass aufgrund mangelnder Raumkapazitäten vielen Interessenten eine Absage hätte erteilt werden müssen. Als Ehrengäste wurden der Innenminister Möcklinghoff erwähnt, wie auch die Tradition, an den Vorsitzenden des Vereins Lebenshilfe für das geistig behinderte Kind einen Scheck zu überreichen. Zu den Klängen der Big Band des Nds. Polizeimusikkorps sei bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen worden.

Der Eintrittspreis zum Ball betrug 15,00 DM. Die Festschrift umfasste 50 Seiten.

Einige weitere Anzeigen:


Zusammenstellung herral – 26.10.2021

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