Botenbericht: Ada-Lessing-Parkeinweihung /-pickickfest

Hameln, 02.09.2023: Um 14 Uhr war ich pünktlich zur Eröffnungsansprache des Oberbürgermeisters im Ada-Lessing-Park. Gemeinsam mit rund 50 anderen lauschte ich dann der Rede, währenddessen auf dem Gelände reger Betrieb war. Kinder fuhren Rad und vergnügten sich. Menschen schlenderten über die Wege und an diversen Ständen gab es Informationsangebote. Aber zurück zu Claudio Griese, der daran erinnerte, dass die Durchgängigkeit ein großer Wunsch der Anwohner war, die jetzt zumindest teilweise auch hergestellt ist.

Er erklärte dann das Konzept der Parkgestaltung und die Kosten, wie auch die verschiedenen weiteren Entwicklungen für das ehemalige Kasernengelände. Mit dem Bildungs- und Gesundheitscampus werde ein neues Kapitel der Geschichte der Stadt Hameln aufgeschlagen. Auch nahm der Oberbürgermeister, der zu Beginn der Planungen mit dem Namen Ada Lessing gefremdelt hatte, jetzt Bezug auf die Namensgeberin und erläuterte ihre Geschichte. Die ehemalige Militärfläche sei jetzt für die Nutzung durch alle zurückgeholt.

In einem quasi Nachwort schon nach Ende der Rede und einem Musikstück schlug Herr Griese dann auch einen Bogen zu Heinrich Lassel. Ein kurzes Straßenstück trägt den Namen des Hamelner Sportlers, und die Verknüpfung zur Sportfläche, dem Basketballfeld und der Trainingsanlage zeigt auch hier eine würdige Namenswahl.

Im Anschluss schlenderte ich von Stand zu Stand. Es gab Eis für 70 Cent – an einem Infostand des lokalen Edeka-Marktes gab es kostenlos Wasserflaschen und Bananen. Hinter dem Sportgelände eine Musikbühne mit Angeboten für Jung und Alt. Ansonsten keinerlei kommerzielle Stände, stattdessen viel Ehrenamtliches bzw. Gemeinnütziges und viele Spielangebote für Kinder.

Der Park füllte sich dann auch zunehmend. Es machte Spaß, viele Leute zu treffen und sich daran zu freuen, wie die Menschen Spaß hatten. Die Politik suchte den Kontakt, die Grünen waren mit dem Lastenfahrrad da und zeigten Präsenz, aber auch Ratsvertreter der anderen Parteien zeigten sich und hatten Zeit für Gespräche.


Persönliche Anmerkung/Fazit: Eine gelungene Veranstaltung. Dennoch ein Blick zurück: Nichts ist selbstverständlich und erst der Namensstreit bei der Parkbenennung hat im Ergebnis dazu geführt, dass Hameln sich von dem alten Militarismus der 30er Jahre endgültig verabschiedet hat. Nicht gut, wenn es bei dem Namen „Linsingenpark“ geblieben wäre. Der General des 1. Weltkrieges gehört in die Geschichtsschublade. Würdig für unsere Neuzeit ist es, Ada Lessing und ihr Werk zu ehren. Danke daher an alle, die damals die Initiative übernahmen, gegen den Anfangswillen der Verantwortlichen Ada Lessing und Heinrich Lassel als Menschen zu würdigen. Sie stehen für eine andere, friedliche, soziale Stadt.


Impressionen der Veranstaltung als Bildervideo:


herral, 02.09.2023

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.