111 Jahre Janssen Park Hameln – 1907 bis 2018

Hier einige zusammengefasste Informationen mit Quellenangabe zum Park ab 1907:

Im Jahr 1907 begann der Fabrikanten Heinrich Janssen einen Park im Klütviertel von Hameln zu errichten.

Grundinfo siehe: http://www.hamelner-geschichte.de/index.php?id=34

Sein Sohn Dr. Heinrich Janssen (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Janssen_(Politiker) ließ 1928 dort einen kleinen Teepavillon errichten. Am Pavillon befinden sich zwei kleiner Anbauten. Die Kuppel soll anfangs aus Kupfer bestanden haben, welche nach dem Krieg einer Verkleidung aus „Pappmache“ weichen musste. Im Innern sollen sich früher ein Marmorkamin, Möbel und Putten befunden haben. Elektrizität und ein Trinkwasseranschluss waren nicht vorhanden.  Vor dem Teehaus liegt eine Terrasse mit einer großen Rasenfläche. Auch einen Bachlauf mit zwei schönen Holzbrücken hat es gegeben. Der Garten mit dem damals etwa 120 jährigen Eichenbestand wurde im englischen Stil mit seltenen Laub- und Nadelbäumen aus Übersee angelegt.  Die Wege sollen bei Feiern mit Lampions bestückt worden sein.

Die besonderen Bäume sind verschwunden. Heute versperren neue Bäume den Blick auf die einst sorgsam gepflegten Sichtschneisen auf die Altstadt und die Weser.

Nach dem zweiten Weltkrieg verwilderte der Garten. Die Brücken des Garten wurde aus Brennholzmangel abgebaut und verheizt.

Im Jahre 1950 berichtete die DEWEZET, dass die Familie Janssen den Park erneut dem DRK für ein Gartenfest zur Verfügung stellte.

Der Garten ist 31 Hektar groß und ist seit 1996 offiziell für jedermann frei zugänglich. Er befindet sich laut DEWEZET im Besitz einer Erbengemeinschaft und wird vom Forstamt Hameln bewirtschaftet.

Seitdem leidet der Park immer wieder unter Vandalismus. Versuche das Teehaus zu sichern, scheiterten an teils mit Brachialgewalt vorgenommenen Zerstörungen.

Am 29.02 1996 berichtet die DEWEZET   über eine Initiative zur Verschönerung des Janssen Park. Forstamtsleiter Wilhelm Berger stellte dazu im Grünausschuss ein Projekt vor. Die Zaunanlage wurde entfernt. die Spazierwege wieder instandgesetzt. Die schönen schmiedeeisernen Tore sollten wieder hergerichtet werden.

Am 31.07.1996 folgte ein DEWEZET-Bericht über die gute Resonanz der Öffnung des Parkes.

Am 09.06.1999 erschien ein DEWEZET-Bericht mit der Schlagzeile: „Fenster verfeuert, Treppe zerstört. Kleinod Janssen Park verkommt“ Die Eigentümer haben die schwer beschädigten Türen des Pavillons entfernen lassen. Die Fenster sind verfeuert oder entwendet worden. Die Innenwände mit Graffitis beschmiert, der Fußboden zerstört. Die Sandsteintreppen beschädigt und zu Feuerplatten umfunktioniert worden. Die Jugendwerkstatt hatte im Jahr 1998 das im Jugendstil erreichtet Eingangstor restauriert.

Im Jahre 2009 berichtet die DEWEZET am 28.07.  über eine Kunstausstellung im Park.

Im Jahre 2004 hat eine Projektgruppe der Hochschule Holzminden sämtliche Bäume kartiert und den historischen Plan der Parks rekonstruiert.

Vom ehemaligen Tennisplatz sind nur bei genauer Betrachtung noch Ansätze zu erkennen. Auch ein Teich mit Springbrunnen gehörte früher zu der Anlage.  (Quelle: https://www.dewezet.de/region/hameln_artikel,-janssens-park-schlummert-vor-sich-hin-_arid,453336.html)

Die DEWEZET berichtet am 17. August 2012 über diese Pläne und Beschädigungen am Teehaus.

Am 18. Mai 2013 berichtet die DEWEZET   über das Projekt „Schattenwald“ im Janssen Park. Hier wird auch ein Bild von den restaurierten Jugendstiltoren veröffentlicht:

Am 28. Mai 2013 eine weiterer Bericht der DEWEZET über Renovierungsarbeiten :

Die Außenfassade wurde in gelb, dem Originalton des Teehauses,  neu gestrichen.

Die DEWEZET veröffentlichte im Juli 2016 eine Rundumaufnahmen des Parkes hier: https://www.szlz.de/multimedia/360-grad_artikel,-das-verfallene-teehaus-in-jansens-park-_arid,2314466.html

Eine im Jahr 2011 eingerichtete Facebookseite (https://www.facebook.com/janssen.park/) verzeichnet nur wenig Einträge aber immerhin 231 Personen mit Interesse am Park.

Der Bodypaint Künstler Jörg Düsterwald nutzte 2015 das Parktor mit Pfeiler als Kulisse für ein Modelfoto.

Die Jugendstiltorflügel sind mittlerweile verschwunden.

Impressionen vom Park im August 2018:

 

 

Foto vom 29.12.2018

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