Hameln, 15.04.2026: Zwei Anmerkungen zum Verkehrsversuch am 164 er Ring:
a) 164er Ring: Worum geht es – kurz gesagt:
Idee: Abkürzungsverkehr über den 164er Ring zum Mertensplatz herausnehmen.
Ziel: Weniger Verkehrsbelastung im Quartier und die Option den Bürgergarten zu erweitern.
Mögliche Nachteile: Der Ziel- und Quellverkehr verlagert sich auf andere Straßen.
Die möglichen Nachteile sollen im Rahmen eines Probelaufes untersucht werden.

Was ist daran unzumutbar und die helle Aufregung wert, die derzeit kommuniziert wird?
Es ist eine Versuch, eine Probe um belastbare Erfahrungen zu haben, nicht Gefühle, Vermutungen oder Bedenken.
Derzeit wird schon im Vorfeld versucht die Idee / den Versuch durch einseitige Berichterstattung kaputtzuschreiben.
Veränderungen auszuprobieren sollte in Hameln möglich sein. Eine erstarrte Stadt ist langfristig nicht lebensfähig.
Es geht übrigens nicht um eine Verbesserung der Situation für Fahrradfahrer. Auf dem 164er Ring ändert sich für diese nichts. Gegebenenfalls verschlechtert sich die Situation auf der Fahrradstraße durch Verkehrsverlagerung des Autoverkehrs. Aber das soll ja gerade untersucht werden.
b) Konkret zu den Bedenken des Betreibers des Cafe am Ring.
Sowohl auf der Bürgerinformationsveranstaltung, wie auch in einem Beitrag von radio aktiv am 14.04.2025 äußerte sich der Betreiber negativ zum Verkehrsversuch. Grund für ihn ist die Verlagerung der Busparkplätze und die Überlegung, diese unter Wegfall der dortigen kostenpflichtigen Kurzzeitparkplätze vor dem Lokal auf die gegenüberliegende Straßenseite zu verlegen.
Dazu eine Anmerkung: Die Autostellplätze direkt vor dem Café sind auf eine Parkzeit von 1 Std. limitiert. Sie bieten sich für einen gemütlichen Aufenthalt im Lokal nicht wirklich an. Die Schärfe der Beschwerde zum Probelauf ist befremdlich. Es gibt (wie im Beitrag auch erwähnt) unmittelbar neben den Café 228 Autostellplatze in der Tiefgarage – von dort zum Aufgang Kunstkreis und zum Café sind es nur ein paar Schritte durch den Bürgergarten. So eine umfangreiche und eng angebundene Parkmöglichkeit haben viele andere Gaststätten nicht.
Wenn die Erreichbarkeit des Restaurant öffentlich so problematisiert wird schadet das ggf. mehr, als der mögliche Wegfall einige Kurzzeitparkplätze. In der Vergangenheit haben wir immer wieder erlebt, das die Einzelhändler in der Innenstadt die Parksituation übermäßig dramatisieren. Unsere Parkgaragen bieten an fast allen Tagen ausreichend Parkmöglichkeit.
Zudem: Aussteigende Bustouristen könnten auch Kundschaft sein und sei es, dass einige den Weg in die Stadt nicht mitgehen wollen/können oder sich die Wartezeit auf die Abfahrt im Café verkürzen. Vielleicht sogar eine Chance für den Betrieb.
Warum nicht den Probelauf mitzumachen und die Erfahrungen der Verwaltung mitzuteilen? Ein Probelauf dient dazu praktische Erfahrungen zu sammeln. Das Pro und Kontra zu bewerten und dann zu entscheiden wie es weitergeht.
Mit freundlichen Gruß
Ralf Hermes