Verkehrsunfallstatistik 2025 fürs Weserbergland veröffentlicht – 12 Tote Menschen im Weserbergland durch den Straßenverkehr. 170 Personen wurden schwer verletzt.

Hameln, 14.04.2026: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden zur Verkehrsunfalllage in Hameln und darüber hinaus.

Originaltext der Pressemitteilung und …

PRESSEMITTEILUNG

Verkehrsunfallstatistik 2025 der PI Hameln-Pyrmont/Holzminden: Positive Bilanz bei schweren Unfällen – Herausforderungen bei E-Scootern und schweren Unfällen mit Senioren

HAMELN / HOLZMINDEN. Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden zieht für das Jahr 2025 eine überwiegend positive Bilanz zur Verkehrssicherheit. Trotz einer zunehmenden Mobilitätsvielfalt ist die Zahl der schweren Unfälle in der Region spürbar gesunken.

Rückgang der Unfallzahlen und Unfallfolgen
Die Gesamtzahl der polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle verringerte sich leicht von 5.343 im Vorjahr auf 5.254. Besonders wichtig für die Verkehrssicherheitsarbeit ist der Rückgang bei den schwersten Unfallfolgen:

  • Verkehrstote: Die Zahl der Getöteten sank von 15 auf 12.
  • Schwerverletzte: Hier verzeichnet die Inspektion einen Rückgang von 195 auf 170 Personen.

Zweiradverkehr: Differenziertes Bild bei Fahrrädern und Krafträdern
Der Bereich der Zweiradmobilität zeigt im Jahr 2025 unterschiedliche Entwicklungen:

  • Fahrräder & Pedelecs: Die Gesamtzahl der Unfälle stieg leicht von 201 auf 214. Es gab einen Anstieg bei den getöteten Fahrradfahrenden von 1 auf 2 und bei den schwerverletzten Fahrradfahrenden von 23 auf 30.
  • Pedelecs: Trotz der hohen Anzahl von Pedelecs im Straßenbild sank die Zahl der Pedelecunfälle leicht von 57 auf 53. Die Anzahl der dabei schwerverletzten oder getöteten Personen blieb mit 9 auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Entwicklung ist auch vor dem Hintergrund des seit Jahren etablierten Pedelectrainings zu sehen, das nach wie vor im Rahmen der polizeilichen Verkehrsprävention angeboten wird.
  • Krafträder: Ein deutlicher Rückgang zeigt sich bei den Motorradunfällen (von 158 auf 139). Auch die schweren Motorradunfälle sanken signifikant von 47 auf 35. Dennoch verloren wie im Vorjahr 4 Kradfahrer ihr Leben auf den Straßen der Region. Wie auch im Vorjahr werden im Jahr 2026 im Bereich der PD Göttingen und somit auch im Bereich der hiesigen Polizeiinspektion wieder die “Biker-Safety-Touren“ angeboten. Dabei werden interessierten Motorradfahrenden im Rahmen geführter Touren durch versierte Coaches die Gefahrenstellen für Motorradfahrende im öffentlichen Verkehrsraum nahegebracht und Tipps zur sicheren Bewältigung der Touren gegeben.

Trends: E-Scooter und Unfälle mit Senioren
Zwei Bereiche entwickeln sich gegen den rückläufigen Trend bei der Entwicklung der Gesamtunfallzahlen und der Anzahl der Getöteten und Schwerverletzten:

  • E-Scooter: Die Unfallzahlen mit Elektrokleinstfahrzeugen stiegen von 37 auf 47. Dieser Trend setzt sich damit kontinuierlich fort und wird von der Polizei verstärkt in den Fokus der Prävention und Verkehrsüberwachung gerückt.
  • Unfälle mit Senioren 65+: Die Anzahl der schwerverletzten Senioren ist von 42 auf 47 angestiegen, die Anzahl der Getöteten dieser Altersgruppe von 4 auf 6.

Der Anteil der Senioren 65+ an den Getöteten im Straßenverkehr lag im Jahr 2025 in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden bei 50% und ist in Relation zu einem Bevölkerungsanteil von ca. 26% deutlich überrepräsentiert.

„Wenn jeder zweite Verkehrstote über 65 Jahre alt ist, dürfen wir das nicht als statistische Auffälligkeit abtun. Es ist wichtig, Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr besser zu schützen: durch Prävention, Aufklärung sowie sichere Verkehrsbedingungen, die älteren Menschen Orientierung
geben und Schutz bieten.“, so Oliver Busche, Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden.

Bei insgesamt 1154 Verkehrsunfällen, an denen Senioren beteiligt waren, war dies in 1007 Fällen im Pkw, 44-mal als Radfahrer und 29-mal als Fußgänger. Alle Getöteten Senioren waren männlich und in 4 der 6 Fälle wurden die Verkehrsunfälle von den dabei getöteten Senioren selbst verursacht.

Schwerverletzte nach Altersgruppen:

28 % der Schwerverletzten gehören der Altersgruppe der Senioren 65+ an.

Die sogenannten „Jungen Fahrer“ (18-24 Jahre) bilden einen Anteil von 14% der Schwerverletzten, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung in der Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden liegt bei ca. 7%. Sie sind hier immer noch deutlich überrepräsentiert.

Kinder bilden ca. 5% der Schwerverletzten. Trotz eines Anstiegs der Gesamtzahl an Verkehrsunfällen mit beteiligten Kindern von 88 auf 148 wurden weniger Kinder schwerverletzt (von 10 auf 8) und auch weniger Kinder leichtverletzt (von 64 auf 61).


Entwicklung Baumunfälle: Rückläufiger Trend
Die Baumunfälle stehen in Niedersachsen seit vielen Jahren auch im Fokus der Verkehrssicherheitsarbeit. Hierbei handelt es sich größtenteils um Unfälle durch Abkommen von der Fahrbahn auf Grund überhöhter Geschwindigkeit oder Fahruntüchtigkeit.

Die Anzahl der Baumunfälle hat sich entsprechend des Landestrends reduziert, auch bezogen auf derartige Unfälle mit schwerverletzten und getöteten Personen.

Es gab 2025 18 schwerverletzte Personen und keine tödlich verletzte Peron bei Baumunfällen. Im Jahr 2024 wurden 7 Personen getötet und 27 schwerverletzt.

Geschwindigkeit und Fahrtüchtigkeit als Hauptunfallursachen sind auch im Jahr 2026 in Niedersachsen wiederum die Schwerpunkte der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit.

„Hinter jedem statistisch Verletzten stecken ein Mensch, Angehörige und Freunde, ein Schicksal. Seien Sie im Straßenverkehr aufmerksam und rücksichtsvoll – damit alle sicher ankommen.“, so der abschließende Appell von Matthias Feldmann, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden.


VU-Statistik LK Hameln-Pyrmont

VU-Statistik LK Holzminden

Zur den Landeszahlen der Verkehrsunfallstatistik 2025:

Verkehrsunfallstatistik 2025 – Insgesamt konstantes Niveau aber mehr Verkehrstote vor allem in Städten und auf Autobahnen

https://www.mi.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/mi-pi-041-verkehrsunfallstatistik-2025-insgesamt-konstantes-niveau-aber-mehr-verkehrstote-vor-allem-in-stadten-und-auf-autobahnen-250132.html


Nachsatz: Für die DEWEZET berichtet Ulrich Behmann von der Zahlenbekanntgabe im Hause des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln.

Quelle mit Bezahlschranke: https://www.dewezet.de/lokales/hameln-pyrmont/unfaelle-tote-verletzte-und-viel-leid-das-verraet-die-verkehrsunfallstatistik-25SMJFMYQNFCFHPLWZL37ASXWY.html


herral, 14.04.2026

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