Hameln, 23.06.2026: Am 23.06.2026 erreichte mich folgende Presseerklärung mit der Bitte um Veröffentlichung:
Umgang mit Wasser neu geregelt
Britta Kellermann MdL: Neues Wassergesetz macht Niedersachsen widerstandsfähiger gegen Klimafolgen
Weserbergland. Niedersachsen stellt sich mit einem modernisierten Wassergesetz noch besser auf die Folgen der Klimakrise ein. Mit den Stimmen von SPD und Grünen verabschiedete der Landtag das Gesetz. Ziel ist es, Trinkwasser besser zu schützen, den sparsameren Umgang mit Wasser zu fördern und Hochwasserschutzprojekte schneller umzusetzen. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass wir uns auf längere Trockenphasen, stärkere Starkregenereignisse und häufigere Hochwasser einstellen müssen. Mit dem neuen Wassergesetz sorgen wir dafür, dass Niedersachsen darauf besser vorbereitet ist“, erklärt die Grünen-Landtagsabgeordnete Britta Kellermann aus Salzhemmendorf.
Ein zentraler Bestandteil des Gesetzes ist die Beschleunigung von Maßnahmen zum Hochwasser- und Küstenschutz und damit sind ausdrücklich auch Maßnahmen des natürlichen Hochwasserschutzes gemeint. Künftig gelten entsprechende Projekte als von überragendem öffentlichem Interesse. Dadurch können Genehmigungsverfahren vereinfacht und Vorhaben schneller umgesetzt werden „Wer Menschen vor Überschwemmungen schützen will, darf wichtige Schutzmaßnahmen nicht jahrelang aufhalten. In vielen Regionen des Landes wissen viele Bürger*innen , wie schnell Hochwasser zur Bedrohung werden kann“, so Britta Kellermann.
Auch beim Thema Wassersparen setzt das Gesetz neue Anreize. Kommunale Wasserversorger erhalten künftig mehr Möglichkeiten, ihre Gebührenmodelle am tatsächlichen Verbrauch auszurichten. Wer besonders viel Wasser verbraucht, kann dadurch stärker belastet werden, während ein sparsamer Umgang belohnt werden kann. „Wasser ist eine endliche Ressource. Unser Ziel ist, dass verantwortungsbewusstes Verhalten künftig stärker honoriert wird. So schaffen wir Anreize, sorgsam mit unserem wichtigsten Lebensmittel umzugehen“, sagt die Grünen-Politikerin Britta Kellermann.
Darüber hinaus stärkt das Gesetz die Möglichkeiten der Behörden, in Zeiten besonderer Trockenheit schneller auf Wasserknappheit zu reagieren. Gleichzeitig werden Investitionen in wassersparende Technologien erleichtert und die Datengrundlagen für den Hochwasserschutz verbessert. Zudem werden sensible Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebiete künftig besser geschützt, die Förderung von Erdöl und Erdgas wird dort ausgeschlossen. „Der Schutz unseres Trinkwassers hat Vorrang“, so Britta Kellermann. „Deshalb sorgen wir dafür, dass besonders sensible Wasserschutzgebiete künftig besser vor Risiken durch Erdöl- und Erdgasförderung geschützt werden.“
Nach Ansicht der Grünen-Abgeordneten Britta Kellermann ist die Reform ein wichtiger Schritt für die Zukunftsfähigkeit des Landes: „Sauberes Trinkwasser, sichere Deiche, natürliche Überschwemmungsflächen und gesunde, strukturreiche Gewässer sind keine Selbstverständlichkeit. Mit diesem Gesetz schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass auch kommende Generationen in Niedersachsen mit ausreichend Wasser leben können und vor Extremwetterereignissen geschützt sind.“
Unverändert veröffentlicht am 23.06.2026