Hameln, 12.09.2026: Gastbeitrag von Sibylle Voss über ihren Besuch der Veranstaltung:
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War’s das starke Interesse am Thema KI oder war dem Redner sein Ruf vorausgeeilt: es strömten jedenfalls auch kurz vor Beginn des Vortrags von Dr. Andreas Kohne im neuen KulturDock am Mittwochabend ständig weitere Besucher herein, und noch mehr Stühle mußten herbeigeschafft werden, bis alle Platz gefunden hatten.
Eine kurze Begrüßung von seiten der Veranstalter, dann ging’s los. Vortrag? Außer als Tech-Translater und Fachbuchautor stellt sich D(e)R Kohne, wie er sich auf seiner Website auch bezeichnet, als Keynote-Speaker vor. Und von so einem darf man mit Fug und Recht mehr erwarten als einen Vortrag zum Kennenlernen der Künstlichen Intelligenz. Und so kam es. Informativ fraglos, dazu sehr unterhaltsam und lebendig, mitreißend geradezu.
Eine Einführung in die nicht mehr neue, aber rasant sich entwickelnde Technik der Sprachmaschinen. „KI or not to be“, hatte zur Einstimmung mit Anleihe bei Shakespeare (Hamlet) dezent provozierend auf dem Schirm gestanden.
Und mit großer Wahrscheinlichkeit ist es so: diese Entwicklung läßt sich nicht aufhalten (wenn man es denn wollte), und um so angebrachter, de facto nötig ist es, darüber möglichst gut Bescheid zu wissen. Auch über die Schattenseiten der KI, mögliche Risiken und Auswirkungen, die Dr. Kohne nicht nur nebenbei erwähnte.
Vorab hatte er ermuntert, auch während des Vortrags Fragen zu stellen. Wie klug! Während man sonst die eine oder andere Frage zwischenspeichert und mit „Restgedanken“ daran dem Vortrag womöglich mit geringerer Aufmerksamkeit folgt, konnte man so dem Redner konzentriert zuhören und sich bei Bedarf sofort melden.
Mit Grafiken am Schirm hinterlegt und am Ende auch praktischen Demonstrationen zu dem, was man einer KI so auftragen kann und wie sie reagiert, vergingen diese immerhin eindreiviertel Stunden wie im Fluge. Wer dann noch nicht gehen wollte (oder gehen mußte, um etwa den Bus nicht zu verpassen) konnte auch da noch die Gelegenheit wahrnehmen, „dem Kohne“ Fragen zu stellen.
Ein Auftakt nach Maß für das erst tags zuvor im Erdgeschoß der Bücherei eröffnete KulturDock, wo im bisherigen Lesecafé Kultur und digitaler Teilhabe künftig viel Entwicklungsraum geboten werden soll. Ob der bei weiterem starken Andrang groß genug ist, wird sich zeigen.
Auffällig war, daß geschätzt 90 Prozent des Publikums weiblich war. Als sich die Tendenz schon beim Versammeln vor dem noch heruntergelassenen Scherengitter vor der Bücherei zeigte, konnte ich nicht umhin zu witzeln: vielleicht, weil Männer denken, sie wüßten schon alles?! Einiges Schmunzeln.
Wie dem auch sei: ob Männer oder Frauen, die ihr nicht kommen konntet oder wolltet, ihr habt einen echt gelungenen Abend verpaßt. Sollte der Kohne mal wieder nach Hameln eingeladen werden, bitte beachten: der Mann kann einen Saal füllen.
Sibylle Voss
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herral, 12.09.2026
Veranstaltungsankündigung beim Boten:
Bericht Eröffnung KulturDOCK: