Das „Töten“ der Bäume – Holtenser Landstraße am 30.01.2021

Die Bezeichnung „töten“ ist unangemessen? „Fällen“ wäre angemessener, auf jeden Fall gebräuchlicher. Wir töten Tiere, Pflanzen werden geerntet. Nun, eine Schlagzeile soll aufmerksam machen.

Es geht „nur“ um eine Dokumentation von dem, was derzeit an der Holtenser Landstraße passiert. Zwei Filme und einige Bilder. Mit einem kleinen Erfolg, ganz am Ende des Berichtes mit Schlusswort:

Mit klarer Präzision und Ordnung erfolgen die Verkehrssicherungsmaßnahmen entlang der Holtenser Landstraße.

Impressionen:



Kleiner „Erfolg“ am Rande. Einer der Bäume, die der Förster dann doch hat stehen lassen, ist diese Eiche. Ihr nebenstehender „Bruder“ und Lichtkonkurrent war eine kräftige Buche. Sie ist gefällt worden.

Alle Fotos Ralf Hermes

Ob „Fällen“ oder „Töten“ – Hamelns Bäume sterben in einer Dimension, die schlicht unfassbar ist. Vielleicht ist manches unvermeidbar, naturgegeben, veranlasst durch „höherwertige“ Pläne.

Das aber alle ernsthaften Bestrebungen, zumindest einen Ausgleich zu schaffen, fast vollständig aufgehört haben, ist unverzeihlich.

So bleibt nur das Verschwinden der Bäume zumindest auf Bildern festzuhalten.

Zusammengestellt am 30.01.2021

Siehe auch:

https://hamelnerbote.de/?tag=holtenser-landstrasse

Ralf Hermes

4 Gedanken zu „Das „Töten“ der Bäume – Holtenser Landstraße am 30.01.2021“

  1. Danke für diese Dokumentation. Ich finde den Begriff „Töten“ in Zusammenhang mit Bäumen in Ordnung, denn etwas anderes ist das Fällen ja nicht.
    „Das aber alle ernsthaften Bestrebungen, zumindest einen Ausgleich zu schaffen, fast vollständig aufgehört haben, ist unverzeihlich.“ Wenn das so ist, bin ich ganz Ihrer Meinung! Woran liegt das? Die Forstverwaltung arbeitet doch trotz Pandemie ganz normal weiter, habe ich zumindest angenommen…

    1. Es geht weniger um die Forstverwaltung sondern um die Stadtplanung, den Baumschutz in der Stadt. Die Forst hat kürzlich sogar eine Baumpflanzaktion zusammen mit Jugendlichen durchgeführt. Mir geht es mehr um den Erhalt des Stadtgrüns.

  2. Das „Fällen“ von Bäumen als „Töten“ von Bäumen zu umschreiben ist denkwürdig, soll heißen, es ist des Denkens würdig.
    Ohne Frage ist es ein Tötungsdelikt. Bäume sind aber meines Wissens nach BGB „Sachen“, seelenlose Dinge. Das gilt auch für Tiere, alle weiteren Planzen, Pilze, eigentlich jede weitere Lebensform.. Dennoch besagt schon das 5.Gebot: Du sollst nicht töten. Bezieht sich vielleicht jedoch nur auf humanes Leben. Sonst wär hier schon seit Jahrtausenden schlichtweg nix möglich. Ich besitze eine hülzerne Kommode und einen Kaminofen. Kann man mich der Beihilfe zum Mord bezichtigen? Außerdem bin ich Tischler, bin ich jetzt ein Massenmörder? Seit Menschen-Gedenken instrumentlisiert der Humanoide seine Umwelt- ob es nun Hühner, Schweine, Rinder oder Mohrrüben sind. Hauptsache es schmeckt, macht satt und man kann seine Socken einsortieren. Die Frage nach dem „Töten“ von Bäumen, oder ist es nur Totschlag oder Notwehr, ist also keine semantische.
    Genau übersetzt (?) bedeutet das 5. Gebot: “ Du sollst nicht hinterhältig und heimtückisch töten“. Was kann man dem eigentlich noch hinzufügen? Nichts!
    „Lo Zirtach“, 2-tes und 5-tes Buch Moses

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