Gastbeitrag: Altersdiskriminierung

Hameln, 03.04.2025: Günter Bialkowski schreibt auch in Richtung der DEWEZET.

Altersdiskriminierung doch nicht bei uns. Diese Denkart ist vorherrschend und doch gibt es sie auch bei uns. Und sie hat viele Gesichter, und sie kommt täglich vor! Im Alltag, im zwischenmenschlichen Bereich, in Institutionen, Presse, Publikationen, Behörden, Gesundheitswesen, sogar in Arztpraxen. Deshalb ist der Beitrag von Mark Decker in der DEWEZET vom 02.04.25 „Altersdiskriminierung: Senioren für Änderung des GG“ längst überfällig! 

Und es liegt zum Teil auch an uns Älteren selber, weil wir altersbedingt uns nicht mehr so gut wehren können, pflegende Angehörige keine Lobby hinter sich haben und viele der sehr alten Menschen (von 80 J. aufwärts) mit dem rasanten Tempo der Gesellschaft nicht mehr mitkommen und deshalb resignieren! Das was die Seniorenorganisation (BAGSO), die Vorsitzende Fr. Regina Görner fordert, Aufnahme des Lebensalters in das GG, Artikel 3, ist dringend geboten!

Ich selber habe wiederholt auf die prekäre Situation der sehr alten Menschen unter uns aufmerksam gemacht. Ich richte deshalb meinen Appel an die einzige Tageszeitung vor Ort, der DEWEZET sich mehr als bisher für die Belange der Älteren einzusetzen. Handlungsbedarf gibt es im Übermaß, die Redaktion müßte als erstes den Kontakt zur Basis wieder herstellen, der scheint mir verloren gegangen zu sein. Diesen Kontakt erreicht man nicht durch die übliche Praxis, zu altersspezifischen Fragestellungen die oberen Etagen abzufragen und zu publizieren, sondern nur durch den direkten Kontakt zu den alten und betroffenen Menschen.

Das größte Problem derzeit, sind die hohen Pflegekosten. Hier haben wir einen gespaltenen Markt. Wer es sich leisten kann, den findet man in den gehobenen Residenzen mit 5 Sterne-Service. Die anderen ächzen unter der hohen Last der Eigenanteile! Es wäre mit Sicherheit eine Aufgabe der hiesigen DEWEZET-Redaktion sich für die die Älteren-Generation, die diesen Staat mit ihrer Händearbeit in den 50er Jahren aufgebaut haben einzusetzen.

Günter Bialkowski

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