Ausstellung in Aerzen: „Gesichter“ NS-Zwangsarbeit in Hameln-Pyrmont

Hameln, 07.01.2026: Vom 11. Januar bis zum 08. Februar 2026 ist in der Domänenburg in Aerzen die lokale Ausstellung von Bernhard Gelderblom zu sehen. Geöffnet täglich von 14-17 Uhr. der Eintritt ist frei. Alles Infos hier:


Ausstellung „Gesichter“ NS-Zwangsarbeit in Hameln-Pyrmont  –bis 

Schwerpunkt der Ausstellung sind die Schicksale der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Polen und der Sowjetunion, die während des Zweiten Weltkrieges im Landkreis Hameln-Pyrmont arbeiten mussten. Vom NS-Regime nach Deutschland verschleppt und mit Gewalt zum Arbeitseinsatz gezwungen, ersetzten sie die Männer, die als Soldaten gegen ihr eigenes Vaterland kämpften. Spät, allzu spät wird hier versucht, ihre Geschichte zu erzählen. (Bernhard Gelderblom, Historiker)

Grundlage der Ausstellung sind Briefe von etwa 120 ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus Polen, der Ukraine und Russland.
In den Jahren 2001 bis 2004 -also aus einem Abstand von gut 55 Jahren- schilderten sie ihre Erfahrungen, die sie im Weserbergland während des
Zweiten Weltkrieges hatten machen müssen und beschrieben die Probleme, ihr Leben nach der Rückkehr in die Heimat zu meistern.

Neben den Briefen prägen Schwarz/Weiß-Fotografien von „Gesichtern“ die Ausstellung. Sie entstanden, als die Deportierten
nach mehrtägigem und anstrengendem Transport in Hameln für das Ausstellen von Ausweis-Dokumenten fotografiert wurden.

Die Ausstellung stellt ihnen farbige Fotos gegenüber,** die bei Interviewreisen des Kurators Bernhard Gelderblom
in die Ukraine und nach Polen und anlässlich von Einladungen nach Hameln in den Jahren 2005 und 2006 entstanden.


Der Veranstaltungsflyer bietet weitere Hinweise:


Auf das Begleitprogramm sei besonders hingewiesen:

Donnerstag, 22. Januar 2026 um 19 Uhr im Veranstaltungssaal der Domänenburg:

Bernhard Gelderblom, Das Verbrechen NS Zwangsarbeit in der Region Hameln-Pyrmont und seine nicht selten lebenslangen Folgen für die Betroffenen


Donnerstag, 05. Februar 2026 um 19 Uhr im Veranstaltungssaal der Domänenburg:

„Aber das Schlimmste waren der Heimweh und der Hunger“ – Schülerinnen und Schüler der Schule am Hummetal lesen aus Briefen ehemaliger Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Hameln-Pyrmont

Moderation: Bernhard Gelderblom

Musikalische Begleitung: eine Sängerin und ein Sänger aus der Ukraine


Führungen:

Führungen für Schulklassen bietet ein Team von Schülerinnen und Schülern des WKP Geschichte der Schule im Hummetal. Anmeldungen hierzu sind möglich über die folgende Mail-Adresse: sekretariat@sih-aerzen.de


Eröffnung: 11. Januar 2026, 14:00 Uhr :
Bürgermeister Andreas Wittrock, Kurator und Historiker Bernhard Gelderblom

Domänenburg, Burgstr. 6, 31855 Aerzen

https://www.access-tickets.de/fleckenaerzen/gesichter-ns


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