Hameln, 22.01.2026: Der DGB Hameln-Pyrmont hatte zum traditionellen Neujahrsempfang eingeladen. Gefolgt waren der Einladung rund 50 Menschen, darunter einige Prominente aus Politik und Gesellschaft.
Der Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps war in der Nacht davor aus Zypern von einem Bundestagstermin zurückgekommen. Aus dem Landtag war die Abgeordnete der Grünen Britta Kellermann vertreten. Für die Stadt Hameln der Verwaltungschef Claudio Griese. Für das Jobcenter wurde Thomas Wiese begrüßt. Hameln Superintendent Dr. Vasel, die beiden Landratskandidaten Elke Domeyer und Domenik Petters wie aus der Lokalpolitik die SPD Abgeordneten Binder und Sattler. Für die DEWEZET war der Chefredakteur Thomas Thimm mit dabei.

Musikalisch begleitete wurde die Veranstaltung von „The Sparrows“.
Auf Grußworte wurde, wie schon beim Neujahrsempfang der Paritäten, verzichtet. Einziger Redner war der neu gewählte DGB Bezirksvorsitzende Dr. Ernesto Haderer, Nachfolger von Mehrdad Payandeh.

„Wenn wenn ein Betrieb in der Kriese ist und Arbeitslosigkeit droht, dann gibt es kein anderes Thema“. So die Einleitung seiner Rede. Konkret benannte er das Unternehmen Bosch. Gerne würde er zu einem Neujahrsanfang gute Stimmung machen und Hoffnung vermitteln. Allerdings sei das, was im Augenblick passiert relativ einzigartig. Deutschland habe momentan noch eine starke Struktur. Allerdings würden Entscheidungen verpennt und zwar nicht nur durch die Politik. „Investiert in den Standort!“, so seine Aufforderung und gemein war auch der Standort Deutschland. Land und Bund hätten das schon verstanden und viel Geld bereitgestellt. Dieses müsse jetzt auf die Straße gebracht werden.
Kleiner Seitenhieb in Richtung Friedrich Merz. Er habe heute noch recherchiert: Nur 1% aller Krankschreibungen erfolgen telefonisch.
Es folgten Ausführungen zu den aktuellen Tarifverhandlungen und deutliche Kritik an einem Vorschlag mit einer Laufzeit von 29 Monaten.
Thema Wahlen: Für die Kommunalwahlen in Niedersachsen würden zum 1. Mai ein Forderungskatalog erstellt. Ein gewerkschaftlicher Schwerpunkt liegt auf den Betriebsratswahlen in 2026. Das sei „Demokratie in den Betrieben“, die es zu stärken gelte. So gab es eine deutliche Kampfansage an alle, die Betriebsratswahlen verhindern wollten. „Sagt mir bescheid – ich komme!“ so die Ansage.
„Wir können Krisen, Mitbestimmung in den Betrieben hilft, diese Krisen zu bewältigen.“ Dieses war aus meiner Sicht die bedeutsamste Aussage der Rede.
Im Anschluss gab es Suppe und der DGB lud zu einem Getränk ein. Ziel des Empfanges war auch das Kennenlernen und austauschen untereinander. Der Sumpfblume wurde ausdrücklich Dank ausgesprochen für die freundliche Bewirtung.

Im Eingangsbereich verteilte der Verein Denkanstoß Hameln Infomaterial für ein aktuelles Ausstellungs- und Vortragsprojekt gegen Desinformation, eine Gefahr für die Demokratie. Siehe: https://denkanstoss-hameln.de/istdaswahr
radio aktiv führte ein Interview mit Dr. Ernesto Haderer. Diese kann als Bildervideo hier angehört werden:
Quelle:
Der Bericht des DEWEZET-Chefredakteurs ist hier zu finden:
Siehe auch:
Ankündigung 2026:
Bericht Neujahrsempfang DGB 2024:
Bericht Neujahrsempfang Paritäten 2026:
herral, 22.01.2026