Werderspitze weiterhin kahl.

Hameln, 06.04.2021: Es gibt viele Gründe, große alte oder auch jüngere Bäume zu fällen. Aufgrund von Sanierungsarbeiten an der Kaimauer wurden auf der südlichen Spitze des Werders mehrere große und kleiner Bäume gefällt. Insgesamt 11 Bäume. Das war im Februar 2019. Im April 2021 ist eine Baum nachgepflanzt, der Rest der Fläche weitgehend geschottert.

Hier eine Darstellung des bisherigen Sachstandes und viele Bilder:

Ein „Vorher-Nachher-Bild“ zeigt die Veränderungen:

Oben Aufnahmen aus dem Jahr 2009, unten 2021.

Einzelbilder aus dem Jahr 2008:

Vormals waren an der Südspitze des Werders einmal drei Bäume als Naturdenkmale gesichert gewesen. Zwei der Bäume waren im Jahre 2011 nicht mehr existent. Der dritte, jetzt im Rahmen der Sanierung gefällte Baum, wurde 2011 nach Naturdenkmalverordnung nicht mehr als solcher ausgewiesen. Die Bewertung der Grünstrukturen damals ergibt sich aus dem damaligen Umweltbericht.

Diese Unterlagen verdeutlichen die ehemals zugewiesene Bedeutung der entfernten Grünstrukturen.


Im April 2019 erfolgten dann umfangreiche Baumfällungen. Die Situation nach den Baumfällungen stellte sich so dar:

Als Gründe für die Fällmaßnahmen nannte die Stadt Hameln erforderliche Sanierungsmaßnahmen an der Kaimauer. Diese Arbeiten wurden dann ein Jahr nach den Fällungen im April 2020 durchgeführt. Die Kaimauer, die rund um die südliche Spitze der Werderinsel führt ist ca. 5 Meter hoch und im unteren Bereich teils drei Meter dick. Im Laufe der Jahre haben die Bäume der Insel mit ihren Wurzelwerk beschädigt.

Einzelheiten ergeben sich aus dieser Präsentation der Verwaltung zur Mauersanierung aus der Sitzung des Umweltausschusses vom 30.01.2019:

Elf Bäume wurden gefällt.


Interessant ist auch, das das Werder im Jahre 2020 nur zur Hälfte in das Städtebauliche Entwicklungkonzept Altstadt und Weserufer mit aufgenommen wurde. Der Bereich des hier betroffenen Schleusenwerders ist nicht enthalten.



Die Situation am Schleusenwerder stellt sich am 04.04.2021 wie folgt dar:

Die gesamte Spitze des Schleusenwerders ist mit einer Schotterfläche befestigt. Im mittleren Bereich ist im Oktober 2020 ein Solitärbaum gepflanzt worden. Hier handelte sich um eine Gemeinschaftsaktion des Grenzbeziehungsvereins, der Stadt Hameln und der Baumschule Krohne. Im Frühjahr plane man um die neue Sumpfeiche eine bereits vorhandene Rundsitzbank anzubringen.

Zur Erinnerung. Gefällt wurde ein Großbaum (ehemals Naturdenkmal) und insgesamt 10 weitere Bäume. Die Fällungen erfolgten im Feb. 2019.

Laut DEWEZET vom 31.03.2021 soll sich „wahrscheinlich noch im ersten Halbjahr“ das Bild grundlegend wandeln. Ferner ist von Stauden, Gräsern, einer Wildblumenwiese und Obstbäumen die Rede. Wenn die Planungen ausgereift sind, würden Politik und Öffentlichkeit informiert.

Wir dürfen also gespannt sein, ob die Baumbilanz den Regeln der Baumschutzrichtlinie der Stadt Hameln entspricht. Für die Nachpflanzung weiterer Bäume könnte es für dieses Jahr zu spät sein.

Zusammenstellung am 06.04.2021, herral

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