Hameln bekommt eine weitere Tageszeitung und ein Arno-Reichard-Redaktionshaus in der Fußgängerzone.

Die „Neue Hamelner Volksstimme“ geht in Kürze mit einer gedruckten Wochenendausgabe und einem tagesaktuellen digitalen Angebot an den Markt.

„Ich möchte mich bei meiner Geburtsstadt für die schöne Jugendzeit in den Gassen der Altstadt bedanken und ganz konkret meinen Beitrag leisten, die Geschichte und die Geschichten meiner Stadt zu bewahren.“ so gibt der mittlerweile 87-jährige Heinz G. im vertraulichen Kreise seine Pläne bekannt.

Das Projekt besteht aus zwei konkreten Bausteinen:

1. Das „Arno-Reichard-Haus“ Hameln:

Zum einen will Herr G. ein markantes Altstadthaus kaufen und restaurieren lassen. Nach noch unbestätigten Informationen soll es sich um ein Gebäude in der Osterstraße, evtl. das Haus „Waffen Paul“ handeln. Dieses Gebäude soll anschließend in das Eigentum einer Stiftung mit dem Namen „Niedersächsische Volksstimme“ überführt werden. Der Stiftungsname nimmt Bezug auf eine in Hameln gedruckte und veröffentlichte Tageszeitung. Diese wurde 1933 von den Nationalsozialisten verboten/übernommen. Das Stiftungshaus, soll nach dem langjährigen Hamelner Redakteur der Nds. Volksstimme, Arno Reichard, benannt werden. Mit dem Gebäude werde als zweiter Baustein die Neugründung einer eigenständigen Tageszeitung für Hameln verknüpft.

2. Zeitungsgründung „Neue Hamelner Volksstimme“:

Herr G. möchte mit dem zweiten Teil seines Projektes ein fünfköpfiges Redaktionsteam für die „Neue Hamelner Volksstimme“ finanzieren. Die Redaktion soll im Obergeschoss des „Arno- Reichard-Hauses“ einziehen. Das Untergeschoss soll vermietet werden.

Für die neue Hamelner Zeitung gibt es klare Vorgaben. Die Zeitung darf, um wirtschaftlich unabhängig zu sein, keine kommerziellen Anzeigen veröffentlichen. Die Redaktion bekommt den Auftrag für das Stadtgebiet Hameln eine parteipolitisch unabhängige lokalpolitische Berichterstattung zu gewährleisten. Herr G. möchte so die politische Bildung stärken und Rechtspopulismus wie Linksextremismus entgegenwirken. Die Hamelner Bürgerinnen und Bürger sollen für Lokalpolitik wie auch ihre persönliche Verantwortung für ihre Stadt begeistert werden. Durch die hauptamtliche Lokalredaktion soll zudem eine ehrenamtliche Bürgerredaktion betreut werden. Hier sollen gemeinnützige Vereine und Verbände ihre Vereinsnachrichten und Veranstaltungen kostenfrei und professionell begleitet veröffentlichen können.

Für die Konzeptionierung der Zeitung wurde bereits mit einem anerkannten Lokaljournalist der Region als zukünftigem Geschäftsführer ein mehrjähriger Arbeitsvertrag abgeschlossen.

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung und sehe eine enorme Chance für unsere Stadt“, so der 53-jährige Journalist, der zum 1.4.2019 seine Arbeit aufnimmt und sich in Kürze persönlich zu Wort melden wird.

Die „Neue Hamelner Volksstimme“ werde als digitale Tageszeitung mit einer wöchentlichen Druckausgabe am Samstag für Abonnenten erscheinen.

Herr G. möchte derzeit noch anonym bleiben. Der Unternehmer im Ruhestand verließ im Jahre 1949 als 17-jähriger Hameln, um im Ausland sein Glück zu finden. Nach einem erfolgreichen Unternehmerdasein zog es ihm zunächst nur virtuell zurück in seine Heimatstadt. Über die Facebookgruppen „Unser Hameln“ und „Wenn du in Hameln aufgewachsen bist“ wurde er mit alten Bildern und Berichten an seine Jugendzeit erinnert und dem aktuellen Lokalgeschehen konfrontiert. Daraus entstand sein Entschluss, einen zweistelligen Millionenbetrag als zweckgebundene Spende für das Haus- und Zeitungsprojekt zur Verfügung zu stellen.

(Hintergrundinformation zu Arno Reichard unter: https://hamelnerbote.de/?p=1536 )

Hinweis:

3 Gedanken zu „Hameln bekommt eine weitere Tageszeitung und ein Arno-Reichard-Redaktionshaus in der Fußgängerzone.“

  1. Name und Layout der „Völkischen Nachrichten“ bedürfen dringend einer zeitgemäßen Überarbeitung. Schwarz/weiß finde ich gar nicht schlecht, der Schrifttypus sollte etwas moderner daherkommen. Keine Werbung-Super! Tageszeitungen liebe ich gerade im Winter –
    mit nix anderem bekommt man den Ofen so gut in Gang. Also denke ich da an eine temporär erscheinende Zeitung, sagen wir mal von Oktober bis 1. April. Heizperioden sind heutzutage jedoch recht schwer vorher zu bestimmen. Vielleicht reicht ja in bälde ein Erscheinungdatum von Dezember bis Januar. Egal, hauptsache reichard an Brennwert. Beim Stichwort“Völkisch“findet sich man da ja ruckzuck bei der AfD, kaum ist das dritte Reichard (1933-ca.1980) gerade erst überwunden. Nein, eine zweite Regionalnachricht im völkischen Sinne brauchen wir nun wirklich nicht.

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