MP Weil in Hameln – Impressionen – die DEWEZET und Facebook

Hameln, 20.08.2021: Die SPD hatte über einen Besuch des Ministerpräsidenten in Hameln informiert und ich wollte die Gelegenheit abpassen, um noch mal ein polizeigewerkschaftliches Problem von landesweiter Bedeutung anzusprechen. Natürlich war ich auch ein wenig neugierig, wie das alles abläuft. Hier meine Schilderung und Anmerkungen zu dem, was wieder einmal bei Facebook und in der DEWEZET passierte.

Alles fing harmlos an: Pünktlich um 13.30 h am 18.08. war ich vor der SPD-Geschäftsstelle in der Heiliggeiststraße. Hier sammelten sich die Parteimitglieder und begannen schon mal vorab, rote Rosen an vorbeigehende Passanten zu verteilen. Es fing dann ziemlich stark an zu regnen, so dass sich ein Teil der Wartenden zurückzog. Ich überbrückte die Zeit mit Plaudereien zum Wahlkampfverlauf und meine gewerkschaftlichen Themen wurde ich beim Fraktionssprecher für Inneres, MdL Ulrich Watermann, los. Ca. 15 Minuten später ließ der Regen nach und zeitgleich fuhren zwei schwere schwarze Dienstfahrzeuge vor. Ohne Aufenthalt oder Ansprache ging es nun eiligen Schrittes und blumenverteilend in die Fußgängerzone. Mit dabei ein ganzer Tross von SPD-Aktiven und KandidatInnen. Der MP, Frau Schultze, Herr Schraps und Dr. Wycislo verteilten Blumen, die Presse machte Fotos (ich aus etwas Entfernung auch).


Das wars denn schon. Ich nutzte das jetzt trockene Wetter zu einer Radtour. Die Teilnehmer gingen weiter zu einer geschlossenen Veranstaltung ins Sana-Klinikum. Später sah ich am Grohnder Fährhaus den MP nochmal aus der Ferne und am Abend wechselte ich zu einer Veranstaltung der Grünen in die Sumpfblume – Thema Demokratieschutz und politische Bildung. Das ist wichtig für’s Verständnis für das, was nun folgt:


Am nächsten Morgen ein Blick auf Facebook in die Kommentare unter dem DEWEZET-Artikel zum Ministerbesuch. Es gab es eine Vielzahl „auslachender“ Smileys und respektlos abwertender Beiträge. Mein Thema seit längerem, die Verhetzung des politischen Klimas durch Facebook-Aktivitäten unzufriedener/überdrüssiger Kreise.

Der Vergleich des MP mit einem „XXX“ (ich schenke mir mal das Wort) war das eine. Die „Taktik“ der HaHa-Smileys ist eine andere. (Siehe Linkliste am Ende des Berichtes). Mit dem Kommentar-Schreiber der „XXX“ Bezeichnung des MP leistete ich mir einen kleinen Meinungsaustausch. Wer schweigt stimmt zu, Gegenhalten ist wichtig.

Einige Zeit später war dieser Schriftwechsel von der Administration auf „unsichtbar“ gesetzt worden. Einen Hinweis auf einen Eingriff der Zeitung in den Kommentarstreit gab es nicht. Andere Redaktionen verweisen im Konfliktfall auf ihre Netiquette und ermahnen zur Sachlichkeit. An sich aber gut, dass die „xxx“ Bezeichnung weg war.

Beispiel NDR

Nun, ich hab mir dann den Zeitungsartikel durchgelesen, das Bild, welches Herr S. so bemerkenswert fand, ist in der Tat etwas unvorteilhaft. Der journalistische Beitrag an sich aber „ganz normal“ und schildert keine besonderen Vorkommnisse. Interessant aber wird es dann durch einen zweiten Beitrag:


Neben dem Artikel steht ein scharfer Kommentar vom stellvertretenden Chefredakteur Herrn Thimm.

Dieser kritisiert, dass dem Reporter der Zeitung im Rahmen einer Veranstaltung mit Herrn Weil auferlegt werden sollte, die Zitate, die dieser dem MP zuschreiben wolle, vorher zur Autorisierung vorzulegen.

Das wäre in der Tat auch aus meiner Sicht ein absolutes Unding und höchst verwunderlich/bemerkenswert.

Am Abend habe man laut Herrn Thimm dann versucht, das Ganze als „Missverständnis“ darzustellen.


Meine Meinung: Die Sachverhaltsdarstellung von Herrn Thimm liegt vor. Vielleicht noch eine kleine Ergänzung. Das „Missverständnis“ fußt nach meinen Informationen auf den Aussagen eines/r jungen/neuen MitarbeiterIn von Herrn Weil aus Hannover. Die eingangs im Kommentar von Herrn Thimm explizit aufgezählten Herren Schraps, Watermann, Adomat, Petters und Guss haben mit diesem „Eingriff in die Freiheit der Presse“ nichts zu tun. Soweit so wichtig! Kritik üben ist wichtig. Den Adressaten oder Verursacher des Problems konkret zu benennen auch! Naiv ist der, der bei der Einleitung des Kommentars an Zufälle glaubt. Der Kommentar ist für mich ein weiteres Beispiel für die Privatfehde, die sich der stellvertretende Chefredakteur mit den lokalen SPD-Menschen leistet. Dass die Zeitung für so etwas den Raum gibt, schädigt wiederkehrend die Reputation unseres Lokalblattes. (#dewezetkorrektiv)

Ralf Hermes, 20.08.2021


Zum Thema „HaHa-Smiley siehe:

https://www.mimikama.at/aktuelles/lach-emojis/

Oder etwas drastischer aber sehr zutreffend formuliert:

Bericht: „Der Smiley der Doofen“


Zum Thema Facebookkritik siehe:

https://hamelnerbote.de/archive/tag/facebook

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