Ärger um kostenpflichtiges Parken am Wilhelmsplatz

Hameln, 27.02.2025: Gastbeitrag/Kommentar von Rainer Schams

Ärger um kostenpflichtiges Parken am Wilhelmsplatz

An drei Tagen hintereinander (19.2., 20.2., 21.2. 25) machte die Dewezet die neuen Parkscheinautomaten im Wilhelmsplatz-Bereich zum Thema, die ab 01.April 2025 das Parken dort kostenpflichtig machen sollen und die Höchstparkdauer bei einer Stunde deckeln.

In einer regelrechten Kampagne kam zunächst ein Schüler vom Viktoria-Luise-Gymnasium ausführlich zu Wort, am folgenden Tag die FDP sowie in der Rubrik „Lesertelefon“ eine Bürgerin, schließlich am Freitag, 21.02., dann ein Redakteur mit einem Kommentar, in dem als „Kompromiss“  die Ausweitung der Höchstparkdauer vorgeschlagen wird.

Alle Beiträge kritisieren die neue Regelung – in dem Kommentar wird immerhin die Meinung des im ersten Artikel zitierten Schülers deutlich relativiert, der das „Streichen von Parkplätzen“ als „äußerste Frechheit“ bezeichnet hatte und zum Busverkehr die Meinung vertrat, „dieser fahre eben nicht zu Zeiten, wo wir jungen Erwachsenen diesen bräuchten“.  Der Redakteur weist zurecht darauf hin, dass es gerade für Schüler keinen Anspruch auf kostenlose Kfz-Parkplätze geben könne. Dass außerdem hier keine Parkplätze „gestrichen“, sondern nur kostenpflichtig gemacht werden, und dass von seinem Wohnort Heßlingen aus sehr regelmäßig, ohne Umsteigen, und passend zu den Unterrichtstunden der ÖPNV das „Vikilu“ anfährt, sollte man dazu aber noch ergänzen.

Der Kommentar erwähnt auch die Geschichte (3 Jahre alter Beschluss) und den Sinn (v.a. Einnahmen für die Verbesserung der Infrastruktur) der Maßnahme – greift dabei aber zu kurz.

Dass die Stadt nämlich auch durch ihr Klimaschutzkonzept in der Pflicht steht, Maßnahmen „zur Reduktion und Ordnung des ruhenden Verkehrs“ zu ergreifen, sollte nicht nur am Rande erwähnt werden wie in dem Dewezet-Kommentar („Warum auch nicht?“), sondern die zentrale Botschaft sein: wir brauchen nicht mehr, sondern weniger Autos, für das Mikroklima und die Lebensqualität in der Stadt.

Rainer Schams (SAM)


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