Vor 30 Jahren – Die Ausgabe Nr. 1 der Hamelner BUND-Brennessel erschien 1989

Es war schon damals (1989) der Ärger über die einseitige Berichterstattung der DEWEZET – mit der Auslöser, die erste Brennessel des BUND Hameln herauszugeben. Bis 2018 folgten ungezählt weitere Ausgaben. Zunächst als gedruckte Hefte, später als Mail-Newsletter und Facebookseite.

„De Nettel brennt keen, de ni bang is.“

Die ersten Texte wurden mit einem Atari St geschrieben, die Bilder ausgeschnitten und aufgeklebt. Die Auflage betrug zunächst 200 Exemplare. Es gab noch keine Anzeigen und ich glaube wir haben die Blätter der ersten Ausgabe noch selbst fotokopiert und zusammengeheftet. Die Themen von damals sind (leider) heute noch genau so aktuell:

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Journalismusmathematik? Oder einfach nur kritische Berichterstattung ohne Hintersinn?

Auf Seite 1 der Hameln-Ausgabe der DEWEZET wird mit großer Aufmachung über das fehlende Mülltrennungskonzept zum Tag der Umwelt im Bürgergarten Hameln berichtet. Thematisiert wird das etwa fünf (von 37) Stände, die Essen oder Getränke verkaufen im letzten Jahr nicht alle auf Mehrweggeschirr setzen. So seine im vergangen Jahr beispielsweise zahlreiche Einwegbecher einer Eismanufaktur zusammen mit Papier und Probierlöffelchen in der Restmülltonne gelandet. Fehlanzeige bei der Mülltrennung! Einzelheiten sind online als Bezahlartikel nachzulesen unter:

https://www.dewezet.de/region/hameln_artikel,-tag-der-umwelt-ohne-muelltrennung-_arid,2566808.html?fbclid=IwAR1sFszSWHTTwELNOKJVePWHQi3V1JriViojW9g2RXZfx8tVMJPdvGcJGr

Der Zeitung ist der Vorgang nicht nur die Titelseite sondern auch noch ein Kommentar wert. Peinlicher Disziplinmangel bei einer Öko-Prestigeveranstaltung? Nebenbei wird in einem Info-Beitrag über die Förderung der Stadt Hameln in Höhe von 10.000 Euro informiert.

Auf Facebook gabs unter dem DEWEZET-Link zum Beitrag prompt zwei Kommentare: Von „Wasser predigen und selber Wein saufen“ ist die Rede und von Ökobolschiwisten, die wenn sie in Berlin drankommen für gute Nacht sorgen…

Bewertung: Eins und eins ist zwei.

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Planungen Radwegführung Mercure-Hotel/Bürgergarten zum Rathausplatz

Derzeit werden erste Absichtserklärungen der Stadt (und deren Rückzug davon) in der DEWEZET diskutiert. Es gibt dazu u.a. einen interessanten Leserbrief von Bernhard Gelderblom.

Hier einige Einzelbilder der Situation:

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Baugebiet Riesackweg II (Vogelbeerweg neu)

Ein Alptraum? Der Blutbär am Vogelbeerweg – Welche Auswirkungen wird das haben?

Impressionen von den Bauvorbereitungen. Auf diesen Flächen soll ein Neubaugebiet, angrenzend an den Riesackweg entstehen. Die verwilderten Gärten sind sehr artenreich. So wurde z.B. die Raupe des Jakobsbär dort gefunden.

Fotos: Dagmar Köhler – zur Veröffentlichung für den Hamelnerboten freigegeben. Vielen Dank. 09.08.2019

16 Bauplätze sind vorgesehen

Weitere Einzelbilder:

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Baumschutz bei Baumaßnahmen – hier AEG/Schulzentrum Nord -Baustelle

Man schützt das, was einen wichtig ist!

Derzeit ist mit großer Deutlichkeit das Absterben einer Vielzahl von Stadtbäumen zu beobachten. Die Gründe werden im Einzelfall unterschiedlich sein. Unstrittig ist aber, dass es klare Regeln gibt, was man im Umfeld von Bäumen tunlichst zu unterlassen hat.

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Pressemitteilungen FDP (junge liberale Hameln-Pyrmont) und linksjugend [’solid] Niedersachsen

Zwei Hamelner Brüder, zwei unterschiedliche Parteiengagements. Es folgen zwei sehr unterschiedliche Presseinfos ohne Kommentierung zur Kenntnis:

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„Jämmerliches Geheule der Polizei“ (?)

Eine (weitere) Zeitungskritik.

Teil 2: Thema „Leserbriefverrohung“

#dewezetkorrektiv

Am 15.07.2019 veröffentlichte die DEWEZET im überregionalen Teil einen Bericht, in dem die (meine) Gewerkschaft der Polizei (GdP) Probleme der Polizei bei der Vollstreckung von Haftbefehlen beschreibt und eine personelle Verstärkung der Fahndungsgruppen fordert.

Am 19.07.2019 – erstaunlich schnell = vier Tage später, veröffentlicht die Redaktion auf der Leserbriefseite oben links, verstärkt mit einem aufmerksamkeitsheischenden Foto und der Schlagzeile: „Jämmerliches Geheule der Polizei“ eine Lesermeinung. Sprachlich ist nicht nur die herausgehobene Schlagzeile bemerkenswert. Da unterstellt der Verfasser, dass bei nahezu jedem Missstand unserer Republik die GdP und der Beamtenbund mit „jämmerlichem Geheule“ mehr Beamte, ab besten gleich mit dem passenden Parteibuch fordert. Exekutive (und Legislative) seien fest in der Hand von Parteien und Gewerkschafter, ohne „verbrieftes Glaubensbekenntnis (Partei- oder Gewerkschaftsbuch“ sei in unseren Staatsorganen keine Karriere zu machen.

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Prügelt den Boten! (?) Eine (erneute) Zeitungskritik – Teil 1 (Lügde-Missbrauch)

Es ist bei weiten nicht so, dass ich mich über den Sinkflug der Tageszeitung (siehe: https://hamelnerbote.de/?p=4090) freue. Stirbt die Zeitung, stirbt die Demokratie. Das war und ist für mich ein echtes Risiko, denn eine Demokratie braucht interessierte Bürger, die sich für das Geschehen in der Politik auf allen Ebenen, und eben auch in der Lokalpolitik informieren. Für die Lokalpolitik ist die professionelle Lokalzeitung immer noch der Hauptinformationsfaktor. Für uns in Hameln die DEWEZET. Wenn sich die Menschen von ihrer Lokalzeitung abwenden, wie informieren Sie sich dann über das lokal(politische) Geschehen in unserer Stadt? Interessiert nicht mehr? Dann kann auch Lokalpolitik nicht mehr funktionieren.
Bei der DEWEZET aber wird es zunehmend schwierig.

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