Volkstrauertag 2019 – Eindrücke und Bilder der Gedenkveranstaltung in Hameln

Jede Familie war und ist betroffen. Aber das Grauen liegt schon so weit zurück, dass es aktuell keinen Bezug dazu zu geben scheint.

In meiner Generation gibt es eine persönliche Betroffenheit nur durch alte Familienbilder oder die Andeutungen aus Gesprächen, die niemand uns Kindern in Detail erläutern wollte.

Wie der Volkstrauertag am 17.11.2019 in Hameln begangen wurde, hier dazu ein Bericht:

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„Wenn wir aus dieser Gleichgültigkeit ausbrechen, kann die Vergangenheit mit all dem Grauen, das sie enthält, ein Schutzschild für die Menschheit werden.“

Mahnwache in Hameln, 13.10.2019 aus Anlass eines Anschlages auf die jüdische Synagoge in Halle mit zwei Todesopfern und zwei verletzten Menschen.

Rund 300 Menschen versammelten sich auf der Bürenstraße in Höhe der jüdischen Synagoge um der Opfer des Anschlages vom 9. Oktober in Halle zu gedenken. Für die Stadt Hameln sprach Bürgermeister Paschwitz. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, für die Frau Pastorin Brendel einige Gedächtnisworte sprach. Es schloss sich der Danke der Rabbinerin der Hamelner Gemeinde an, die noch sehr anschaulich den heutigen jüdischen Festtag erläuterte und Interessierte einlud, im Anschluss an den Festakt dazuzukommen.

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Peter Peilers Perspektiven in der Praxis am Posthof in Hameln

Impressionen einer Ausstellungseröffnung am 28.09.2019: Es ist die 70. bemerkenswerte Ausstellung – dieses mal von Bilder in verschiedenen Maltechniken, die ein besonderer Blick für die Perspektive auszeichnet. Realistische, schöne Bilder mit vielfältigsten Motiven. Positive gute Laune Bringer. Der Künstler Peter Peiler ist eigentlich gelernter Maler, als im Sinne von Anstreicher. Gelernt hat er diesen Handwerksberuf zu Zeiten, als es noch keine Baumärkte mit Fertigfarbtöpfen gab. Aber das ist eine andere Geschichte. Herr Peiler war auch viele Jahre als Hausmeister im Sprengelmuseum tätig und hatte hier vielfältige Einblicke in die Kunst dort.

„Peter Peiler in der Praxis am Posthof“. Allein das Wortspiel machte Dr. Markus Hedemann als den Initiator der Ausstellungsreihe im Ärzteteam der Posthofpraxis sichtlich Spaß. In gewohnt launiger Art und Weise moderierte er den Künstler der 70. Posthofausstellung an, der vor kurzen 80 Jahre alt geworden ist und in den Praxisräumen die Rekordzahl von 70 Bildern präsentiert. Peter Peiler ist Autodidakt, Hobbymaler könnte man auch sagen. Persönlich haben mich seine Bilder angesprochen. Mehr als manche Werke von Menschen, die als professionelle Künstler gelten. Daher hier eine Auswahl der vielfältigen Retroperspektiven und einige Fotos der Ausstellungseröffnung. Für die DEWEZET war der Kulturredakteur Herr Peters vor Ort, der wird sicherlich sein eigenes Urteil in die Zeitung bringen. Mir hats Spaß gemacht, vielleicht denjenigen, die sich jetzt Zeit zum Betrachten einiger Exponate als Bilderserie nehmen auch:

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Römer- und Germanentage in Kalkriese – Ein Blick über den Landkreisrand.

Im Museumspark Kalkriese (Osnabrücker Land) hatten über Pfingsten hunderte Römer-und Germanendarsteller im Museumspark ihr Lager aufgeschlagen und eine Zeitreise in die bunte Welt der Antike ermöglicht.

Hier einige Einzelbilder:

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Schägermusik: Kurzbericht 7.6.2019 – „Reis Against The Spülmachine“

Es war ein sehr gelungener Auftakt der Schlägermusik 2019. Das Liedermacherduo Reis Against The Spülmachine überzeugte durch witzige, ungewöhnliche deutsche Texte und viel Schwung und Stimmungsmache am Münsterkirchhof. Grob geschätzt rund 200 Menschen nutzten bei tollem Wetter die Chance zu einem kostenlosen Konzertabend. Die Veranstaltungsreihe wird vom Landschaftsverband Hameln-Pyrmont e.V. unterstützt.

Auch wenn die Texte fast völlig unpolitisch und einfach spaßig waren, zum Schluss gab es mit der letzten Zugabe noch ein deutliches Zeichen:

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„Friedhofskultur und Biodiversität einer städtischen Nekropole im Wandel“

Themen-Führung macht auf Bedeutung des ›Waldfriedhofs Am Wehl‹ aufmerksam

Seit längerem befinden sich sowohl die „Friedhofs-“ und „Bestattungskultur“ als auch die „Trauer-“ und „Erinnerungskultur“ mehr und mehr im Wandel, findet die Frage, wo und wie wir bestatten gesellschaftlich immer stärkere Aufmerksamkeit, augenscheinlich sowohl durch die Vielzahl an Studien, Fachtagungen sowie Publikationen zum Thema als auch seitens des Echos in den Medien.

Auch die größte Hamelner Nekropole, der ›Waldfriedhof Am Wehl‹ – Ort der Erinnerung, aber auch der Trauer sowie Melancholie seit dem Jahre 1938 – verliert mehr und mehr die klassische Funktion, nur „Quartier der Toten“ zu sein. Im zunehmendem Maße wird die Nekropole zu einem Rückzugsort, wird als Habitat aktiver Flora und Fauna zum Parameter für Biodiversität, sprich biologische Vielfalt, in kommunaler Gegenwart. Seitens der Bevölkerung als „grüne Oase“, also als Lebens-Raum, entdeckt und bewusst als solcher wahrgenommen, wandelt sich die Nekropole mehr und mehr zu einem öffentlichen Erholungs- sowie Freizeitraum mit einem Nebeneinander diversiver Bestattungsformen sowie diversiv-aktiver Flora und Fauna.

(Dieser Gastbericht und die folgenden Bilder wurden freundlicherweise vom Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.)

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Ein persönlicher Gastbeitrag Hameln: „33 Jahre Katastrophe Tschernobyl“

Eine Handvoll Aktivisten hat heute in Hameln einem denkwürdigen Tag gedacht. Immerhin. Während im AKW-Grohnde gerade um die 50 abgebrannte Brennstäbe ausgetauscht und zu 100 000 Jahre strahlenden Restmüll werden, für die es bisher kein „Entsorgungskonzept“ gibt, singen 20 Menschlein in der belebten Altstadt: „We shall overcome“. Und keiner singt mit.

Die Hochzeitshausterrasse war eine Bühne ohne Publikum. Dieter, der Kämpfer, hatte alles gut vorbereitet, die Technik streikte vorerst, ließ sich aber animieren. Eine holländische Reisegruppe begann zu murren:“ Wir sin for de schöne Jlockenspiel jekommen, nich für euren Quatsch, wir sin für de Atomkruift. Wieviel Menschen sind im Bergbau gestorben?“ (freie Über- oder Untersetzung). Gut, Ansage verstanden.

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Ausstellungseröffnung: Aquarelle, Mischtechnik, Collagen und Tusche – Praxis am Posthof

„Vom Meer, der Farbe und noch viel mehr…“ so lautete der Titel der Kunstausstellung, die ab dem 29.04.2019 in den Räumen der Praxis am Posthof 1 (Dres Hedemann, Rojczyk, Grosse, Bammel und Frau Wege) zu sehen ist. An die 100 Interessierte waren es, die zur Ausstellungseröffnung am Samstag in die Räume der Gemeinschaftspraxis erschienen waren. Sie erlebten einen gewohnt launigen Begrüßungsvortrag von Dr. Markus Hedemann für das Praxisteam und mit Dagmar Thoms eine Künstlerin, die freundlich und sympathisch ihr Gedanken zu ihrer Kunst erläuterte. Radio Aktiv wie auch die DEWEZET waren dabei und werden sicher ausführlicher berichten.

Fotos: Ralf Hermes, 27.04.2019, Praxis am Posthof
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Sprachgenial! Sumpfe-Klima-Slam – Verlaufsbericht

„Macht Worte!“ Gerrit Wilanek begrüßte deutlich über 100 Zuhörer in der gut gefüllten Sumpfblume in Hameln zum Poetry Slam. Für die erste Runde hatten die fünf Sprechkünstler eine klare Themenvorgabe: „Nachhaltiger Konsum“. Schon der Warmmacher von Gerrit war klasse, es folgten fünf sehr unterschiedliche Statements auf allesamt sehr guten Niveau. Ein ernstes Thema in max. 7 Minuten in Worte zu fassen ist nicht leicht. Allen gelang es gut auf unterschiedlicher Weise. Mein Favorit war Tobias Kunze mit einem mich wirklich beeindruckenden Wortgeflecht vom Strippenziehen, der Macht der Verbraucher und den Ursachen im Untergrund. Genial!

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Kontrastprogramm: Happyfeelgoodblogging und Pflegenotstanddiskussion

Heute war ich zuerst bei einem Vortrag der Hochschule Weserbergland: „Die Bedeutung regionaler Blogs und Influencer – Berufsfelder in der digitalen Welt“.

Ca. 50-60 Menschen informierten sich über eine fröhlichen, unbeschwerten Bloggingvortrag zweier sympathischer junger Frauen, die mit ihrem Instagram- und Facebook und Homepageblog die schönen Seiten von Hannover bewerben und damit auch schon ein bisschen Geld verdienen. Ein Geschäftsmodel? Ein Risiko für die Werbeeinnahmen der lokalen, kommerziellen Zeitungen. Es gab so machen Denkanstoß. Erfolgreich vermarktet sind die Aktivitäten der beiden Referentinnen. Es waren aber auch ausschließlich problemlose, schöne Bilder als Thema ohne m.E. ernsthaften journalistischen Informationshintergrund. Unterhaltung. Schöne heile Welt in Hannover.

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